Category Archives: Öko und Wohnen

Energetische Gebäudesanierung in Emissionshandel integrieren?

Balken-Call-for-Papers03Fabian Tacke setzt mit seinen Beiträgen zwei Schwerpunkte: Zum Einen stellt er die Frage, wie sich klimaneutrales Wohnen mit fairen Mieten verbinden lässt und zum Zweiten, ob und wie die energetische Gebäudesanierung in den Emissionshandel eingebunden werden kann. Insbesondere der zweite Beitrag “Integration der energetischen Gebäudesanierung in den Emissionshandel!?” bringt ein Konzept auf den Tisch, das neu ist. Der Beitrag beschreibt die Wichtigkeit der energetischen Gebäudesanierung mit ein paar nackten Zahlen: So werden über Gebäude beispielsweise 40 Prozent des Energieverbrauches generiert. Ein effektiver Anreiz zur Gebäudesanierung könnte daher auch über die Einbeziehung in den Emissionshandel erzielt werden.

Beitrag von Fabian Tacke “Integration der energetischen Gebäudesanierung in den Emissionshandel!?” * Beitrag von Fabian Tacke “Können klimaneutrales Wohnen und faire Mieten miteinander verbunden werden?”

Soziale Wertsteigerung der Lebensumgebung bei stabilen Wohnkosten?

Balken-Call-for-Papers03Der Beitrag “Nicht eigentums- und renditeorientierte Wohnformen – ein Weg zur sozialen Wertsteigerung der eigenen Lebensumgebung bei langfristig stabilen Wohnkostenvon Irmina Körholz und Dr. Ferdinand Beetstra beschreibt die Vorteile, aber auch die Beschränkungen von Wohnformen, wenn sie durch die Projektgemeinschaft in eigene Hände genommen wird und nicht renditeorietiert, aber selbstbestimmt konzipiert ist. Der Beitrag stellt dabei klar, dass Wohnprojekte nur bei Nutzung aller beschriebenenen Aspekte die Gesamtheit der ökonomischen Vorteile voll ausschöpfen können – allerdings die Übertragung einzelner Gedanken auch auf “normale” Wohnformen möglich ist.

Für die AutorInnen entscheidend bleibt allerdings die offene Frage, ob mit Hilfe öffentlicher und privater Anstrengungen langfristig ein hoher Anteil der Wohnungsbestände für eine kurzfristige maximale Verwertung am Markt nicht zur Verfügung steht – oder nicht. Damit greift der Beitrag wie auch weitere Beiträge etwa zum Zustand der Genossenschaften oder dem (potentiellen) Wirken von Stiftungen zur Beförderung von Wohnprojekten die Marktregulierung im Wohnbereich als einen gestalterischen Schwerpunkt auf.

Neben ökologischen und ökonomischen Punkten fällt der Text auch mit eher selten formulierten Aspekten auf – etwa z.B. dem “Wohnlernen”. Der ganze Text hier.

Beitrag “Nicht eigentums- und renditeorientierte Wohnformen – ein Weg zur sozialen Wertsteigerung der eigenen Lebensumgebung bei langfristig stabilen Wohnkosten”, Irmina Körholz und Dr. Ferdinand Beetstra * Blogeintrag: “Verfall der Genossenschaften?” * Blogeintrag: “Gegebene Hilfen weitergeben”

HOWOGE trifft Hillenberg

Bündnis 90/Die Grünen fordern eine solide Sanierung der HOWOGE – Wohnungen in Berlin-Buch und die Aufklärung des Vergabeskandals

von Andreas Otto

Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE will ca. 3000 Wohnungen in Berlin-Buch sanieren. Der nördlichste Ortsteil des Bezirks Pankow mit etwa 14.000 Einwohnern ist durch die Plattenbauten aus den 70er und 80er Jahren gekennzeichnet. Die Gesellschaft hat für 70 Millionen Euro diesen Bestand von der ebenfalls landeseigenen GESOBAU übernommen – einer der größten Immobilienverkäufe des Jahres 2009 in Deutschland. Berlin hat über die Grunderwerbssteuer etwa 3 Millionen Euro für die Landeskasse erhalten. Die Häuser in Buch müssen dringend saniert werden. Allerdings möglichst im Einvernehmen mit den Bewohnern. Insbesondere der energetische Zustand ist unzureichend. Die Vermietungsstrategie der GESOBAU setzte in den letzten Jahren auf günstige Mieten zwecks Leerstandsbeseitigung. Dementsprechend traf die HOWOGE bei ihrer Sanierung auf eine nicht allzu zahlungskräftige Mieterschaft. Laut Medienberichten wurden Modernisierungsumlagen zwischen 3,75 bis 4,62 Euro pro Quadratmeter angekündigt und sofort Klagen zur Durchsetzung angedroht – kein mieterfreundliches Vorgehen der landeseigenen Gesellschaft.  Den ganzen Artikel lesen…

“HOWOGE trifft Hillenberg” von Andreas Otto, Mitglied des Abgeordnetenhauses * Eintrag vom 12.2.2010: “Bucher Wirrungen rund um die Howoge ziehen finale Kreise” * Eintrag vom 29.1.2010 “Bucher Wirrungen” * “Man kennt sich eben” – Interview mit Ralf Hillenberg in der Berliner Zeitung * Berliner Zeitung vom 26.2.2010: “Die Stadt als Beute”

Energetische Modernisierung

Balken-Call-for-Papers03Herausforderungen für den Klimawandel, für Vermieter und Mieter und eine sozialpolitische Energiepolitik

Iris Behr beschreibt in ihrem Abstract die Möglich- und Notwendigkeiten energetischer Gebäudesanierung. Dabei bewertet sie die derzeitige Modernisierungsrate von 1,3 % des Gebäudebestandes vor dem Hintergrund des erreichbaren Klimaschutzeffektes als klar nicht zureichend.

Sodann versucht der Artikel die Vorteile energetischer Sanierung für Mieter und Vermieter herauszuarbeiten.  In Hinblick auf den Mietenkongress wird eine Frage lauten, wie energetische Sanierung sozial auszugestalten ist. Dass die energetische Sanierung warmmietenneutral geschieht, ist bislang noch eher selten (siehe aber Sanierung im Märkischen Viertel).

Der Text befürwortet im Weiteren die Einführung eines energetischen Mietspiegels wie er etwa in Darmstadt genutzt wird. Iris Behr sieht dabei die Vorteile etwa in der größeren Tauglichkeit, Investititonskosten abzubilden und auf den Mieter umzulegen – um dann aber die Vorschläge sozial verträglich abzufedern schlägt die Autorin Förderungen vor, die eng an energetische Sanierungsmaßnahmen geknüpft werden.

Paper von Iris Behr “Energetische Modernisierung – Herausforderungen für den Klimawandel, für Vermieter und Mieter und eine sozialpolitische Energiepolitik”, vom 5.1.2010

Call for Papers – Ausschreibungstext, November 2009

Forderungskatalog von UBI KliZ

Balken-Call-for-Papers03In Vorbereitung zum Mietenkongress sollen hier nunmehr die eingesandten Beiträge kurz vorgestellt werden. Gestartet wird mit dem Forderungskatalog des UBI KliZ eV. UBI KliZ steht dabei für “Unabhängige BürgerInitiative Kommunikatives Leben in Zusammenarbeit e. V.“. Vom Verein wird ein Mieterladen betrieben, die Aktiven beraten Mieterinnen und Mieter.

Im übersandten Forderungskatalog macht sich UBI KliZ für die Stärkung der Rechte der MieterInnen stark. Dabei wird unter anderem auf eine stärkere Reglementierung der Mietsteigerungen durch gesetzliche Grenzen gesetzt. Die Modernisierungsumlage soll nach elf Jahren wieder entfallen. Des Weiteren wird eine aktive Rolle der Kommune eingefordert, etwa durch Einflussnahme auf dem kommunalen Wohnungsmarkt über die städtischen Wohnungsbaugesellschaften. UBI KliZ lehnt in diesem Zusammenhang weitere Privatisierungen ab, auch wird eine Rekommunalisierung der Grundversorger (Wasser, Gas, Öl, Strom,Müllentsorgung) gefordert.

Den Forderungskatalog und die Begründung der einzelnen Forderungen kannst Du hier lesen.

abgeordnetenhaus

Aktuelle Anträge der Bündnisgrünen im Berliner Parlament

abgeordnetenhausAm 14.1.2010 werden im Berliner Abgeordnetenhaus zwei Anträge zum Themenspektrum behandelt.

Durch den Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen “Energetische Transparenz bei landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften verbessern” sollen die landeseigenen Wohnungsbaugenossenschaften unaufgefordert Informationen über die Heizungseigenschaft (Art, Kosten etc.) an potentielle MieterInnen übermittelt werden. Auch BestandsmieterInnen sollen die Energieausweise einsehen und eine Kopie erhalten können.

In dem weiteren Antrag “Neuvermietungsmieten bei landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften steuern” fordern die BündnisGrünen für landeseigene Wohnungen bei Neuabschlüssen von Mietverträgen keine höheren Mieten zu verlangen, als nach dem Berliner Mietspiegel zulässig sind.

Diese Anträge nehmen spezifische Handlungsmöglichkeiten aus dem gesamten Spektrum energetische Transparenz sowie Begrenzung der Aufschläge bei Neuvermietung auf, und zwar durch Einflussnahme auf die landeseigenen Liegenschaften bzw. Wohnungsbaugesellschaften.