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Mieten goes Medien

Die Fragen der Wohnpolitik sind seitens des Senats jahrelang mit dem Hinweis auf einen angeblich entspannten Wohnungsmarkt unbearbeitet liegen geblieben. Nun ist das Thema mit enormer Wucht auf die politische Agenda gelangt. Die gestrige, breite Demonstration zeigt: Das Thema bewegt Tausende. Das bleibt und ist Pfand dafür, dass das Mietenthema weiter Raum greifen wird.

TAZ * Morgenpost * Neues Deutschland * Welt * Duckhome * RBB-Abendschau * Mietenblog: Punkrock uvm.

Mietendemo

Hohe Mieten sind so gar nicht Punkrock…

…so fing sie gestern an – die Mietendemo – mit doppelte Symbolik wurde das Miethaus am Hermannplatz mit dem übergroßen Transparent verhüllt. 6.000 demonstrierten gegen steigende Mieten und Verdrängung und das ist schon erstaunlich viel, denn die Veranstalter wollten weder Parteien noch Verbände auf der Demo mit dabei haben. Die Demo, die durch ein großzügiges Polizeiaufgebot begleitete wurde, schlängelte sich durch Kreuzberg und Neukölln, die Kieze die in besonderem Maße von Verdrängung und Mietsteigerungen betroffen sind. Aber es war deutlich zu erkennen, dass es ein Problem der ganzen Stadt ist, viele hatten Schilder mit den Namen ihrer Häuser, Straßen, Kieze & Bezirke aus ganz Berlin dabei.

Die Veranstalter sehen die Verantwortung bei der verfehlten bzw. unterlassenen Wohnungspolitik des rot-roten Senat und da passt es schlecht wenn ausgerechnet diese Parteien als Kämpfer für Mieterrechte mitdemonstrieren. Zum anderen war ihnen ihre Botschaft wichtig und die Demo sollte nicht zwei Wochen vor der Wahl zur Wahlkampfveranstaltung werden. Das ist verständlich und legitim, trotzdem steht die Politik in der Pflicht die Problem im Sinne der Menschen zu lösen – egal ob gerade Wahlen sind.