Monthly Archives: März 2013

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SWR NACHTCAFÉ: Albtraum Wohnen

Horrende Mieten und Massen-Besichtigungstermine sind die Folgen der Wohnungsnot in Großstädten. Und wer dann noch mit „Störfaktoren” wie Kind oder Hund einziehen will, für den ist ein Mietvertrag fast aussichtslos. Es ist keine Seltenheit, dass Neumieter 30 Prozent mehr bezahlen müssen als ihre Vorgänger. Selbst Bewohner einer Sozialwohnung werden ordentlich zur Kasse gebeten, viele fühlen sich Mietwucher ausgesetzt. Geldgierige Investoren kennen kein Pardon und setzen Senioren vor die Tür, damit ganze Straßenzüge luxussaniert werden können.

Immer mehr Menschen gehen deshalb bundesweit auf die Straße, wehren sich, demonstrieren für bezahlbaren Wohnraum. Verzweifelte Mieter suchen deshalb nach Alternativen und wohnen aus Kostengründen auf dem Campingplatz. Andere wiederum haben es satt, ihrem Vermieter monatlich Horrormieten zu überweisen, werden lieber selbst zum Häuslebauer. Mit oft fatalen Folgen.

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“Netto, kalt” – Teil 5: Der Blick aufs Land


von Simon Grimm am 01.03.2013 um 18:20 Uhr

Im letzten Teil unserer Wohn-Serie blicken wir aufs Land. Wie wirken sich dort Landflucht und demografischer Wandel aus? Darüber haben wir mit Claudia Neu gesprochen.

Frische Luft, unberührte Natur und Ruhe – dafür fahren viele Menschen während ihres Urlaubs aufs Land. Doch dauerhaft Leben und Wohnen in dörflichen Gegenden – das kommt für viele nicht in Frage.

Während Großstädte aus allen Nähten platzen, der Wohnraum dort knapp ist und die Mietpreise steigen, sieht es auf dem Land ganz anders aus: viele Gebäude stehen leer, der Bus kommt nur zweimal am Tag und der Altersdurchschnitt ist sehr hoch. Das Image des Landlebens leidet und viele Dörfer stehen vor großen Problemen.

Im letzten Teil unserer Wohnserie „Netto,kalt“ haben wir unseren Blick aufs Land gerichtet. Wie sieht dort die Lebens- und Wohnsituation aus? Darüber und über die Probleme und Chancen dort sprechen wir mit der Agrarsoziologin Claudia Neu.

Quelle: http://detektor.fm

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Andreas Ottto zu Asbest-Wohnungen in Berlin

Andreas Otto, baupolitischer Sprecher Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: Der Senat muss endlich umfassend Stellung nehmen zu den in Berlin mit Asbest belasteten Wohnungen: Wieviele Wohnungen sind wirklich betroffen? Mieter müssen informiert und aufgeklärt und ein umfassender Sanierungsfahrplan muss vorgelegt werden.

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“Netto, kalt” – Teil 4: Gentrifizierung – wer verdrängt wen?

von Simon Grimm am 28.02.2013 um 19:45 Uhr

In den deutschen Großstädten wird derzeit viel von Gentrifizierung gesprochen. Welche soziale Dynamik dahinter steckt und wie man dagegen steuern kann, das erklärt Jürgen Friedrichs im Interview.

Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg hat es Mitte der 2000er Jahre schätzungsweise rund 40.000 Menschen gegeben, die jährlich dort hin- oder von dort weggezogen sind. So sind seit der Wende ungefähr 80 Prozent aller Einwohner neu hinzugekommen. Immobilien-Unternehmen haben im Prenzlauer Berg viel Geld investiert, um ganze Straßenzüge zu sanieren. Dadurch ist aus dem ehemaligen Arbeiterviertel ein wohlhabender Stadtteil geworden.

Jürgen Friedrichs Jürgen Friedrichs beschäftigt sich schon lange mit Gentrifizierung. Der Prenzlauer Berg in Berlin ist eines der am meisten genannten Beispiele, wenn man von Gentrifizierung spricht. Mit der zunehmenden Verstädterung, den ansteigenden Mietpreisen und dem Wohnungsmangel verändern sich Großstädte in ihrer sozialen Struktur. Bisweilen sehr schnell und radikal.

In Teil 4 unserer Serie „Netto, kalt – Wohnen in deutschen Großstädten“ hinterfragen wir, was Gentrifizierung ist und welche anderen sozialen Folgen Stadtentwicklungsprozesse haben. Darüber haben wir mit Jürgen Friedrichs gesprochen. Er ist Professor für Soziologie an der Universität Köln und befasst sich seit vielen Jahren mit stadtsoziologischen Fragen.

Quelle: http://detektor.fm