Monthly Archives: März 2013

“Netto, kalt” – Teil 3: Sozialer Wohnungsbau


von Klara Bitzer am 27.02.2013 um 19:30 Uhr

Seit mehreren Jahren nimmt die Zahl der Sozialwohnungen rapide ab: Millionen von ihnen fehlen. In Teil 3 unserer Serie “Netto, kalt” stellen wir die Frage, warum der soziale Wohnungsbau vernachlässigt wird – und welche Lösungsmöglichkeiten es gibt.

Bundesweit fehlen vier Millionen Sozialwohnungen. Das geht aus einer Studie des Pestel-Instituts in Hannover hervor. Der Bau von Sozialwohnungen ist in den letzten Jahren in vielen Regionen vernachlässigt worden. Jedes Jahr wird der Bestand geringer. Zwischen 2002 und 2010 ist die Zahl der Sozialwohnungen um durchschnittlich 100.000 Wohnungen pro Jahr zurückgegangen.

Der Deutsche Mieterbund warnt vor einem Wohnungsnotstand und fordert von Bund und Ländern, mehr Anreize für den Bau neuer Wohnungen für Geringverdiener zu schaffen. Auch die Umnutzung von leerstehenden Gewerberäumen steht zur Debatte.

Im dritten Teil unserer Serie „Netto Kalt“ über das Wohnen in deutschen Großstädten haben wir mit Andrej Holm über Sozialen Wohnungsbau gesprochen. Er ist Stadtsoziologe und forscht an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Quelle: http://detektor.fm

“Netto, kalt” – Teil 2: Wird Wohnen bald unbezahlbar?

von Klara Bitzer am 26.02.2013 um 19:25 Uhr

Die Preise für Mietwohnungen sind in den vergangenen Jahren in vielen deutschen Großstädten stark angestiegen. In Teil 2 unserer Serie stellen wir die Frage: Wie kommt es zu den Steigerungen und wie geht es weiter?

Rund 40 Prozent des Einkommens geben Deutsche durchschnittlich für ihre Miete aus. Das hat eine Umfrage des Marktforschungsinstitut TNS Infratest ergeben. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Großstädten ist besonders angespannt. Bezahlbarer Wohnraum für Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen wird immer knapper.

München und Frankfurt führen die Liste der teuersten Großstädte in Deutschland an. In acht Jahren sind die Mieten in beiden Städten um 28 Prozent gestiegen. Nicht nur Mieterinitiativen fordern seit längerem eine gesetzliche Begrenzung des Mietpreises. Auch die SPD widmet sich dem Thema in ihrem Wahlkampf.

In Teil 2 unserer Serie „Netto, kalt“ über Wohnen in deutschen Großstädten haben wir mit Ulrich Ropertz über den drastischen Anstieg der Mietpreise gesprochen. Er ist Geschäftsführer des deutschen Mieterbundes.

Quelle: http://detektor.fm

Schäubles Immobiliendeal: Ein Börsenkonzern macht Kasse auf Kosten von Mieterinnen und Mietern

Nach dem die Bundesregierung die TLG-Wohnungen verkauft hat, steigen nun die Mieten der BewohnerInnen. Die vereinbarte Sozialcharta wird vom Finanzministerium nicht veröffentlicht, aber nutzen könnten die MieterInnen ohnehin nicht aus ihr ziehen. Der Vorstandsvorsitzende der TAG, Rolf Elgeti, bestätigt diese Mietsteigerungen im Interview.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ließ auf Anfrage von REPORT MAINZ mitteilen, die Mieter seien durch die Sozialcharta “auf einem hohem Niveau” geschützt. Bislang habe “kein geschützter Mieter” eine “Beschwerde an das Bundesministerium der Finanzen herangetragen” (siehe Presseinformation). Da es keine geschützten Mieter bei diesem Immobiliendeal gibt, konnte sich vermutlich deshalb keiner beschweren.

 

Presseinformation von Report Mainz:

 

Quelle: Report Mainz
Sendung vom Dienstag, 05.03.2013

 

“Netto, kalt” – Teil 1: Wohnen im Wandel der Zeit

von Simon Grimm am 25.02.2013 um 19:29 Uhr

In fast allen deutschen Großstädten steigen die Mieten und der Wohnraum ist knapp. Der soziale Wohnungsbau scheint ausgedient zu haben. In den Metropolen ist die Gentrifizierungsdebatte in aller Munde: Ein preiswertes Stadtviertel wird durch zugezogene Studenten und Künstler attraktiv, wodurch Investoren auf den Plan treten. Das Resultat: die Preise steigen – und viele müssen wegziehen. Die Beispiele zeigen: Wohnraum ist ein stark umkämpftes Gut.

Wie hat sich Wohnen verändert? Welchen Einfluss haben Globalisierung und demografischer Wandel auf das Wohnen? Über diese Fragen haben wir in Teil 1 unserer Serie „Netto, kalt – Wohnen in deutschen Großstädten“ mit Thomas Meyer gesprochen. Er ist Dozent für Sozialstrukturforschung an der Universität Siegen.

Quelle: http://detektor.fm

Rückt die Immobilienblase näher?

Die Wohnungspreise steigen rapide – ungebremst – Käufer müssen deshalb immer höhere Kredite aufnehmen. Allerdings nimmt das Eigenkapital nicht in gleichem Maße zu. Die Eigenkapitalquote hat sich in zwei Jahren halbiert. Damit steigt das Finanzierungsrisiko für die Käufer und das Kreditrisiko für die Banken. Ein klassisches Zeichen für eine Spekulationsblase, was dann passieren kann dazu hier mehr. Noch größer sind natürlich die Gefahren, mit denen keiner rechnet…

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