Monthly Archives: Februar 2015

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Gentrifizierung: Über die Polarisierung unserer Städte

Als die Berliner am 25. Mai 2014 gegen die Bebauung des Tempelhofer Feldes stimmten, ging es um mehr als um den Erhalt der dreihundertfünfundfünfzig Hektar großen Freifläche und ein Misstrauensvotum gegen das System Klaus Wowereit. Es ging auch und vor allem um ein Phänomen, dass in der soziologischen Literatur seit den 1960er Jahren als Gentrifizierung diskutiert wird.

Ursprünglich beschrieb der Begriff den Zuzug von Mittelschichtfamilien in traditionelle Arbeiterbezirke, doch in den letzten Jahren ist er mehr und mehr zu einer Universalmetapher kollektiver Abstiegsängste geworden. Der Stadtsoziologe Martin Kronauer hat am 23.2.2015 die Konflikte um die Stadt im 21. Jahrhundert analysiert.

Martin Kronauer ist Inhaber des Lehrstuhls Strukturwandel und Wohlfahrtsstaat in internationaler Perspektive an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. 2013 erschien im Campusverlag sein Buch „Polarisierte Städte. Soziale Ungleichheit als Herausforderung für die Stadtpolitik“.

Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung

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Taschenspielertricks beim Wohngeld

Kuehn_ChrisZur Ankündigung von Barbara Hendricks bezüglich einer Erhöhung des Wohngeldes erklärt Christian Kühn, Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik:

Mit einem Taschenspielertrick versucht die Große Koalition mal wieder Aktionismus und Regierungshandeln vorzutäuschen. Schon 2011 gab es in Deutschland 903 000 Haushalte, die Wohngeld empfangen haben. Damals wurden dafür von der schwarz-gelben Bundesregierung 679 Millionen Euro ausgegeben. Nun will Bauministerin Hendricks mit 530 Millionen Euro für 2016 mehr als 900 000 Haushalte mit Wohngeld versorgen. Zusätzlich sollen angeblich zahlreiche Haushalte auch mehr Leistungen erhalten. Doch können aus weniger Mitteln nicht mehr Empfänger und höhere Leistungen bezahlt werden. Desweiteren ist die Höhe des Haushaltsansatzes angesichts der stetig steigenden Wohnkosten in den Städten viel zu wenig. wei­ter­le­sen →