Wohngeld, Klimawohngeld was ist das überhaupt?

Wie_ist_das-eigentlich_mit..…dem Klimawohngeld?

Während das Wohngeld einen breiten Bekanntheitsgrad genießt, ist seine funktionsweise und wer anspruchsberechtigt ist, relativ unbekannt. Dies liegt u.a. an der komplizierten Berechnung. Die Berliner_innen können mit dem Wohngeldrechner der Senatsverwaltung ihren Anspruch überprüfen.

 

Doch was hat es nun mit dem „Klimawohngeld“ auf sich?

Zunächst soll der (alte) Heizkostenzuschuss wieder einführt werden, den gab es auf das Wohngeld oben drauf – weil die Heizkosten so stark gestiegen sind. Das hat schwarz-gelb abgeschafft.

UND es wird einen Klimazuschuss zum Wohngeld geben, der soll 10 € über dem Heizkostenzuschuss liegen, das soll die Mieter_innen belohnen die in sanierten Gebäuden wohnen. Diese haben zwar geringere Heizkosten, allerdings eine höhere Kaltmiete. Das Klimawohngeld ermöglicht also auch Mieter_innen mit kleinem Geldbeutel in energetisch sanierten Häusern zu wohnen

ABER: man bekommt natürlich nur einen der beiden Zuschüsse. Heizkostenzuschuss für unsanierte, Klimazuschuss für sanierte Wohnungen.

Und der Klimabonus?

Dieser soll den Mieter_innen zugutekommen, die kein Wohngeld bekommen können (z.B. ALGII-Empfänger_innen). Durch die höhere Nettokaltmiete oder eine Modernisierungsumlage eines sanierten Gebäudes kommt es häufig vor, dass die zulässigen Mietobergrenzen überschritten werden. Und die Mieter_innen von den Ämtern zum Umzug aufgefordert werden.

Das ist natürlich nicht Sinn der Sache, deshalb soll es den Klimabonus bei den Kosten der Unterkunft (KdU) geben. Damit Empfänger_innen von Grundsicherung oder ALGII sich auch dort das Wohnen leisten können. In Bielefeld gibt es das bereits, deshalb wird hier auch vom Bielefelder Modell gesprochen.

Und wer bezahlt das?

Finanziert wird das über den Grünen Energiesparfonds, und es ist gar nicht so teuer wie man denkt. Schließlich ist es auch nicht günstiger die Umzüge zu finanzieren.