Maklerprovision: Das soll mal der Auftraggeber zahlen

Wie_ist_das-eigentlich_mit..…der Maklerprovision?

Wenn Vermieter_innen nicht selbst nach neuen Mieter_innen suchen wollen (oder können), dann wird das heutzutage gerne Dritten überlassen – den Maklern. Dagegen wäre auch nichts einzuwenden, wenn der Auftraggeber auch die Rechnung dafür selbst bezahlen würde.

Tatsächlich ist es aber die Regel, dass der Vermieter den Auftrag erteilt und der Makler die Leistung (die er für den Vermieter erbracht hat) dem Mieter in Rechnung stellt. So was, ein „Vertrag zu Lasten Dritter“, ist normalerweise mit dem dt. Recht nicht vereinbar. Für die Maklerprovision ist dies explizit anders. Warum eigentlich? Wenn die Mieter_innen für ihre Wohnungssuche einen Makler beauftragen, können sie die Kosten doch auch nicht auf ihren neuen Vermieter abwälzen.

Es geht also nicht darum grundsätzlich den Vermieter_innen die Provision aufzudrücken, sondern schlicht darum: Jeder soll seine Rechnungen selber bezahlen. Wer bestellt bezahlt, auch beim Makler! Das regelmäßige Abwälzen der Maklerprovision auf die Wohnungssuchenden soll beendet werden. Der Vermieter trägt seine „Vertriebskosten“ selber. So wie überall anders auch – und die Mieter_innen werden entlastet. Schließlich ist ein Wohnungswechsel für die Mieter_innen auch ohne Maklerprovision eine hohe finanzielle Belastung (Umzugskosten, Kaution, Renovierung,…).

Mit schwarz-gelb ist da nix zu machen, denn der Gesetzesentwurf, den die rot-grünen Länder Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg über den Bundesrat eingebracht haben, wurde von der Bundesregierung abgelehnt.

So bleibt es dabei, auch wenn Vermieter den Makler beauftragen, die Mieter müssen zahlen. Bis in Berlin neue Mehrheiten regieren.