12.09., 20 Uhr: „Wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam“

130902_betongold_grafik_onlineBETONGOLD – WIE DIE FINANZKRISE IN MEIN WOHNZIMMER KAM

Filmvorführung und anschließender Gesprächsrunde

Datum: 12. September 2013, 20 Uhr

Ort: Theater Aufbau Kreuzberg, Aufbauhaus am Moritzplatz, Prinzenstrasse 85 F, 10969 Berlin, Eingang über den Prinzenhof

Eintritt frei

Mit Katrin Rothe, Regisseurin und Grimmepreisträgerin, Andreas Otto, Sprecher für Bauen und Wohnen der bündnisgrünen Abgeordnetenhausfraktion und Direktkandidat in Pankow, Reiner Wild, Geschäftsführer Berliner Mieterverein und Peter Weber, Mitglied im Kuratorium der Stiftung Trias und Vorstandsmitglied der Mietergenossenschaft SelbstBau eG

Moderation: Katrin Schmidberger, Sprecherin für Mieten und Soziale Stadt der bündnisgrünen Abgeordnetenhausfraktion

„Jeder Mensch hat das Recht auf angemessen Wohnraum“. So steht es in der Berliner Verfassung. Doch wir erleben zunehmend, wie dieses Recht zu einer Frage des Geldbeutels wird. Immobilienspekulation und Renditeversprechen führen im Zuge der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise zu einem Ausverkauf unserer Stadt. Unser Wohnraum wird zu Betongold.

Ob GroßinvestorInnen, Fonds oder KleinanlegerInnen, die ihre Altersvorsorge in Sicherheit bringen möchte: alle wollen etwas abhaben vom Berliner Immobilienkuchen.

Doch wo bleiben diejenigen, die in den Häusern wohnen, die nun zu Geld gemacht werden? Nach dem Verkauf beginnt für viele Mieterinnen und Mieter oft eine Spirale aus Unsicherheit und steigenden Wohnkosten, an deren Ende in vielen Fällen die Verdrängung steht.

Wir möchten gerne mit Euch über die Probleme des Berliner Wohnungsmarkts, über Alternativen und Lösungsansätze diskutieren und laden Euch deshalb sehr herzlich ein zur

Informationen zum Film:

„Betongold – Wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam“ erzählt emotional und berührend die Geschichte einer Hausgemeinschaft, die plötzlich in den Strudel des globalen Immobilienhypes gerät. Nach einem Verkauf ihres Wohnhauses versuchen die neuen EigentümerInnen eines Wohnhauses in Mitte, die MieterInnen zum Auszug zu bewegen, die Wohnungen zu sanieren und aufzuwerten. Und das obwohl alle einen gültigen Mietvertrag haben.

Mit ihrer Kamera hält die Ich-Erzählerin Katrin Rothe den monatelangen Kampf der MieterInnen gegen Einschüchterungen und Schikanen fest. Was sie nicht filmen konnte, stellt sie mit Zeichentrickszenen nach. Der Film thematisiert den schleichenden Prozess sozialer Verdrängung und zeigt die innere Zerrissenheit der Betroffenen, denen – wenn sie nur schnellstmöglich ausziehen – immer höhere Abfindungen angeboten werden. Doch was tun mit all dem Geld? Eine Wohnung anzahlen, Schulden machen? Selbst in Betongold investieren?

One reply

  1. Patrick Eckbrunner sagt:

    Warum steht da nicht, „Wie bekomme ich die Finanzkrise wieder aus meinem Wohnzimmer raus?“

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