29.10.13 Workshop: Investoren, Projektentwickler, Initiativen – Wer investiert in die Stadt?

logo_hbs_bildungswerkEinladung (PDF) des Arbeitskreis nachhaltige Stadtentwicklung im Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Am: 29. Oktober – 18:30 – 21:00 Uhr

Ort: Forum Factory, Besselstraße 13, 10969 Berlin ‎(Kreuzberg), 1. OG, Raum 162

Investoren, Projektentwickler, Initiativen – Wer investiert in die Stadt?

Dritter von vier Fachworkshops zur Vorbereitung der dreitägigen Kerncharrette im Rahmen des Projektes Charrette (-verfahren) – BürgerInnen planen ihre Stadt – am Beispiel der Konversionsfläche Güterbahnhof Grunewald

Berlin ist eine Hochburg alternativer, selbstorganisierter und kreativer Bauprojekte. Doch nicht nur Bauherren investieren in die Stadt. Viele Initiativen für eine alternative Stadtentwicklung investieren Kraft und Zeit. Sie gestalten direkt oder indirekt die Bedingungen für finanzielle Investitionen. Dabei ist manchmal der Übergang von Initiativen und Projektentwicklung fließend. Oft wird einem bestimmten Typ von Investitionen der Weg versperrt und damit indirekt für andere bereitet. Aus manchen ideellen Initiativen werden professionelle Projektentwicklungen.

Die Veranstaltung fragt nach Typologien und Trends von „Stadtinvestoren“ und deren Interesse und Kapazität ungewöhnliche Areale in dialogischen Prozessen zu entwickeln oder ideell anzueignen. Sie fokussiert dabei beispielhaft auf die Konversionsfläche Güterbahnhof Grunewald.

Gewünschter Output des Workshops ist es, verschiedene Typen von Investitionen identifizieren die zur Entwicklung der Konversionsfläche Güterbahnhof Grunewald geeignet sind. Die Ergebnisse werden als Impuls für eine dreitägige Kerncharrette genutzt bei der, in einem kollektiven Prozess mit Nachbarn, Fachleuten und Politik, ein Entwicklungskonzept für den Güterbahnhof Grunewald entworfen werden soll.

Ablauf des Workshops:

I Einführung in den Fall Güterbahnhof Grunewald
Robert Slinger (KAPOK)

II Impulsreferate
Christian Schöningh (Zusammenarbeiter, Initiative Stadt Neudenken)
N.N. (Upstall e.V.), angefragt

III Diskussion zur Konversionsfläche Güterbahnhof Grunewald

IV Kommentierung und Zusammenfassung
Bürgerinitiative Zwischen den Gleisen
Florian Schmidt (Urbanitas Berlin Barcelona, Initiative Stadt Neudenken)

Moderation: Aljoscha Hofmann (Think Berl!n & AK nachhaltige Stadtentwicklung im Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung)

Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung (BIW)
Koordination: Florian Schmidt und Johannes Wätzmann
Durchführung: AK nachhaltige Stadtentwicklung im BIW und URBANITAS Berlin Barcelona
Kooperationspartner: TU-Berlin Fachbereich Architektur und Urbanisierung, BI zwischen den Gleisen, Belius GmbH, KAPOK, Initiative Stadt Neudenken, Think Berl!n. Stiftung SPI

In Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Bezirksstadtrat Mark Schulte

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Projektes

Charrette (-verfahren) – BürgerInnen planen ihre Stadt
am Beispiel der Konversionsfläche Güterbahnhof Grunewald

Am Beispiel des ehemaligen Güterbahnhofs Grunewald im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf wird von September bis Dezember 2013 ein Dialogprozess durchgeführt, der sowohl die realen Möglichkeiten dieses Standortes offen legt, als auch als stadtweites Bildungsprojekt neue Formen der dialogischen Prozessgestaltung bei städtebaulichen Entwicklungsprojekten zur Diskussion stellt.

Ziel ist es, BürgerInnen ohne Expertenwissen, klassische und kreative Akteure der Berliner Stadtentwicklung in einen aktiven Dialog auf Augenhöhe zu bringen. In einem modellhaften Dialog- und Entscheidungsprozess werden die Komplexität verschiedener Bedürfnisse und Gestaltungsansätze beispielhaft ausgehandelt. Die sehr konkrete Arbeit am Beispiel des Konversionsgebiets Güterbahnhof Grunewald wird gerahmt von einer Debatte über die Möglichkeiten der Verbesserung von Dialog- und Beteiligungsstrukturen in der Berliner Stadtentwicklungspolitik.

Methodisch orientiert sich das Verfahren an der Charrette-Methode (franz.: Karren) und wird von einem erfahrenen Moderator geleitet. Ziel eines Charrette-Verfahrens ist es, in kürzester Zeit zu einem konsensfähigen und umsetzbaren Ergebnis zu kommen. Charrettes kommen üblicherweise zum Einsatz, wenn Umsetzungsdruck besteht und ein einziges Konsens-Ergebnis das Ziel ist. Da beim „Charrette (-Verfahren) Grunewald“ kein solcher Umsetzungsdruck besteht, sondern der Bildungscharakter im Vordergrund steht, können konsensfähige Varianten das Ergebnis sein.

Das Programm des Projektes im Anhang dieser Einladung und stets aktualisiert: hier