4.11. Freiraum(nutzung) und Klimaschutz – welches Grün braucht die Stadt?

logo_hbs_bildungswerkEinladung (PDF) des Arbeitskreis nachhaltige Stadtentwicklung im Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Am: 4. November – 18:30 – 21:00 Uhr

Ort: Sportverein VfK1901 e.V., Maikäferpfad 36, 14055 Berlin

Freiraum(nutzung) und Klimaschutz – welches Grün braucht die Stadt?

Vierter von vier Fachworkshops zur Vorbereitung der dreitägigen Kerncharrette im Rahmen des Projektes Charrette (-verfahren) – BürgerInnen planen ihre Stadt – am Beispiel der Konversionsfläche Güterbahnhof Grunewald

Klima- und sozialgerechte Grün- und Freiräume sind wesentlicher Bestandteil einer zukunftsfähigen und lebenswerten Stadtentwicklung. Vor dem Hintergrund der Berliner Wohnungsknappheit und daraus resultierender Bauabsichten des Senats und der Wohnungswirtschaft stellt sich die Frage, in wie weit größere Brachen großzügige als Grün- und Freiräume qualifiziert werden sollten.

Welche Argumente für den Erhalt von Freiräumen gibt es? Welche ökologischen, klimatischen und sozialen Funktionen erfüllen Sie? Welche Rolle kann Freiraumnutzung im Rahmen von Transformationsprozessen von Brachflächen spielen?

Gemeinsam mit Dr. Eberhard Reimer (Institut für Meteorologie, FU Berlin) und Prof. Udine Giseke (Fachgebietsleitung Landschaftsarchitektur/Freiraumplanung, TU Berlin) erarbeiten die TeilnehmerInnen des Workshops Ansätze einer Freiraumstrategie für das 14 Hektar große Areal des ehemaligen Güterbahnhof Grunewald.

Die Ergebnisse werden als Impulse für eine dreitägige Kerncharrette vom 29.11.-1.12. genutzt bei der, in einem kollektiven Prozess mit Nachbarn und Interessierten aus ganz Berlin, potentiellen Nutzern, Experten und Politik, ein Entwicklungskonzept für den Güterbahnhof Grunewald entworfen wird.

Ablauf des Workshops:

I Einführung in den Fall Güterbahnhof Grunewald
Robert Slinger (KAPOK)

II Impulsreferate
Dr. Eberhard Reimer (Institut für Meteorologie, FU Berlin)
Prof. Udine Giseke (Fachgebietsleitung Landschaftsarchitektur/Freiraumplanung, TU Berlin)

III Diskussion zur Konversionsfläche Güterbahnhof Grunewald

IV Kommentierung und Zusammenfassung
Bürgerinitiative Zwischen den Gleisen
N.N. (Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung Charlottenburg Wilmersdorf)

Moderation: Susanne Jahn (AK nachhaltige Stadtentwicklung im BIW / Jahn, Mack & Partner)

Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung (BIW)
Koordination: Florian Schmidt und Johannes Wätzmann
Durchführung: AK nachhaltige Stadtentwicklung im BIW und URBANITAS Berlin Barcelona
Kooperationspartner: TU-Berlin Fachbereich Architektur und Urbanisierung, BI zwischen den Gleisen, Belius GmbH, KAPOK, Initiative Stadt Neudenken, Think Berl!n. Stiftung SPI

In Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Bezirksstadtrat Mark Schulte

Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Projektes

Charrette (-verfahren) – BürgerInnen planen ihre Stadt
am Beispiel der Konversionsfläche Güterbahnhof Grunewald

Am Beispiel des ehemaligen Güterbahnhofs Grunewald im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf wird von September bis Dezember 2013 ein Dialogprozess durchgeführt, der sowohl die realen Möglichkeiten dieses Standortes offen legt, als auch als stadtweites Bildungsprojekt neue Formen der dialogischen Prozessgestaltung bei städtebaulichen Entwicklungsprojekten zur Diskussion stellt.

Ziel ist es, BürgerInnen ohne Expertenwissen, klassische und kreative Akteure der Berliner Stadtentwicklung in einen aktiven Dialog auf Augenhöhe zu bringen. In einem modellhaften Dialog- und Entscheidungsprozess werden die Komplexität verschiedener Bedürfnisse und Gestaltungsansätze beispielhaft ausgehandelt. Die sehr konkrete Arbeit am Beispiel des Konversionsgebiets Güterbahnhof Grunewald wird gerahmt von einer Debatte über die Möglichkeiten der Verbesserung von Dialog- und Beteiligungsstrukturen in der Berliner Stadtentwicklungspolitik.

Methodisch orientiert sich das Verfahren an der Charrette-Methode (franz.: Karren) und wird von einem erfahrenen Moderator geleitet. Ziel eines Charrette-Verfahrens ist es, in kürzester Zeit zu einem konsensfähigen und umsetzbaren Ergebnis zu kommen. Charrettes kommen üblicherweise zum Einsatz, wenn Umsetzungsdruck besteht und ein einziges Konsens-Ergebnis das Ziel ist. Da beim „Charrette (-Verfahren) Grunewald“ kein solcher Umsetzungsdruck besteht, sondern der Bildungscharakter im Vordergrund steht, können konsensfähige Varianten das Ergebnis sein.

Das Programm des Projektes im Anhang dieser Einladung und stets aktualisiert: hier