21.5.Wie weiter mit dem studentischen Wohnen in Berlin?

abgeordnetenhausAnja Schillhaneck, Sprecherin für Wissenschaft, Forschung und Technologie und Katrin Schmidberger, Sprecherin für Mieten und Soziale Stadt und die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen laden zum Fachgespräch:

am Mittwoch, 21. Mai 2014

um 18:30 bis 21:00 Uhr

ins Abgeordnetenhaus von Berlin, Niederkirchnerstraße 5, 10111 Berlin ein

Die Mieten in Berlin steigen. Insbesondere das Stadtzentrum innerhalb des S-Bahn-Ringes ist davon betroffen. Wenn Mieten steigen, trifft dies vor allem Menschen mit wenig Geld: neben vielen andere Gruppen sind dies oftmals Studierende. Denn diese sind durch den straffen Studienalltag darauf angewiesen, möglichst nah an ihrer Hochschule zu wohnen um ihren Alltag bewältigen zu können. Und fast alle Hochschulen liegen innerhalb des Berliner S-Bahnringes.

Logo-Grüne-AGHDas BAföG sieht 224 € für die Warmmiete von Studierenden vor. Für diesen Preis ist es im Innenstadtbereich fast unmöglich, eine Wohnung zu finden. Studierende, die keine günstige Wohnung  finden, müssen mehr zahlen als das BAföG vorsieht. Das heißt für die Betroffenen im besten Fall, dass sie wohlhabende Eltern haben die die Miete zahlen, und im schlechtesten, dass sie zusätzlich zu ihrem Studium arbeiten müssen und damit sowohl mit dem Bafög sowie mit der Regelstudienzeit in Schwierigkeiten geraten. Die resultierende Benachteiligung von Studierenden mit geringem Einkommen oder Bafög ist damit erheblich.

Eine der wenigen Möglichkeiten eine günstige Wohnung zu ergattern, sind Studierendenwohnheime. In Berlin gibt es da zwei verschiedene Typen: Öffentliche Studierendenwohnheime, die durch das Studentenwerk verwaltet werden, sowie solche von privaten Anbietern. Die Versorgungsquote der Berliner Studierenden mit öffentlichen Wohnheimplätzen liegt mit 9.288 Wohnplätzen bei deutlich unter 6%. Im Bundesschnitt liegt diese Quote bei 10,1%. Um wenigstens auf den Bundesschnitt zu kommen, bräuchte Berlin rund 5.000 neue Wohnheimplätze. Der Regierende Bürgermeister, Klaus Wowereit, hat im April 2013 vollmundig bis zu 5.000 neue Wohnheimplätze versprochen. Der Senat werde “alles dafür tun, zusätzliche Kapazitäten zu ermöglichen und das Studentenwerk bei seinen Anstrengungen in diese Richtung zu unterstützen”. Ein Jahr später ist nichts passiert.

Mehr als ein Jahr nach Wowereits Versprechungen wollen wir den Stand der Dinge mit ExpertInnen und Betroffenen besprechen, Probleme analysieren und Lösungsansätze diskutieren. Als ExpertInnen haben wir eingeladen:

  • Petra Mai-Hartung, Geschäftsführerin des Studentenwerks Berlin
  • EinE VertreterIn vom Bündnis “Studis gegen hohe Mieten” (angefragt)
  • Jörg Duske, Geschäftsführer vom derzeit entstehenden privaten Wohnheim “EBA51”, dem laut dem Unternehmen “coolsten Containerdorf für Studenten in Deutschland”

Das Fachgespräch ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen gebeten.