Tag Archives: Eurokrise

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Faire Miete statt Rendite: Diskussion zum Film Betongold

Die Podiumsdiskussion zum Film Betongold

 

Zu Gast: KATRIN ROTHE, Regisseurin und Grimmepreisträgerin.

Mit: ANDREAS OTTO, Mietenexperte und Direktkandidat für Bündnis 90/Die Grünen in Pankow, REINER WILD, Geschäftsführer Berliner Mieterverein, sowie PETER WEBER, Mitglied im Kuratorium der Stiftung Trias. Moderation: KATRIN SCHMIDBERGER, Mitglied der bündnisgrünen Abgeordnetenhausfraktion.

Hintergrund zum Filmabend

Den Film gibt es hier

gruene-berlin.de/zuhause

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12.09., 20 Uhr: „Wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam“

130902_betongold_grafik_onlineBETONGOLD – WIE DIE FINANZKRISE IN MEIN WOHNZIMMER KAM

Filmvorführung und anschließender Gesprächsrunde

Datum: 12. September 2013, 20 Uhr

Ort: Theater Aufbau Kreuzberg, Aufbauhaus am Moritzplatz, Prinzenstrasse 85 F, 10969 Berlin, Eingang über den Prinzenhof

Eintritt frei

Mit Katrin Rothe, Regisseurin und Grimmepreisträgerin, Andreas Otto, Sprecher für Bauen und Wohnen der bündnisgrünen Abgeordnetenhausfraktion und Direktkandidat in Pankow, Reiner Wild, Geschäftsführer Berliner Mieterverein und Peter Weber, Mitglied im Kuratorium der Stiftung Trias und Vorstandsmitglied der Mietergenossenschaft SelbstBau eG

Moderation: Katrin Schmidberger, Sprecherin für Mieten und Soziale Stadt der bündnisgrünen Abgeordnetenhausfraktion

„Jeder Mensch hat das Recht auf angemessen Wohnraum“. wei­ter­le­sen →

Bankgeprüfter Schrott

Bankgeprüfter Schrott – Die Geschäfte der Deutschen Bank mit Schrottimmobilien

Report Mainz berichtet über die Geschäfte der Deutschen Bank mit Schrottimmobilien: Bankgeprüfter Schrott

„Angesicht der Euro-Krise suchen viele Menschen nach scheinbar sicheren Geldanlagen. Ihnen wird von windigen und cleveren Vermittlern immer wieder empfohlen, in “Betongold” zu investieren. Dabei handelt es sich oft um sanierte kleine Eigentumswohnungen, die völlig überteuert verkauft und vor allem kreditfinanziert werden.

Für die Kleinanleger stellt sich im Nachhinein oft heraus, dass sie ein Leben lang ihre Schulden abzahlen müssen, die Eigentumswohnungen manchmal aber nur einen Bruchteil des ursprünglich versprochenen Wertes tatsächlich haben. Bei diesen Geschäften zum Nachteil vieler Menschen macht mit der Branchenprimus mit – die Deutsche Bank.“

Weitere Videos & Hintergründe: Abgezockt statt abgesichert – Das schmutzige Geschäft mit Schrottimmobilien

blase_platzt

Immobilienblase? Und was wenn sie platzt?

blase_platztImmobilien boomen die historisch niedrigen Zinsen (sie sind übrigens seit Jahrzehnten „historisch niedrig“) sorgen für billiges Geld. Aber auch die Guthabenzinsen sind auf dem Tiefstand. Es mangelt an Möglichkeiten Geld anzulegen. In normalen Zeiten führt das zu boomenden Aktienmärkten, aber die Zeiten sind nicht normal. Die Finanz-, Banken- & Währungskrise hat die Anleger im fest im Griff. Die Angst treibt das Geldvermögen in Sachanlagen, vorneweg Immobilien.

Weil die Deutschen – aus Erfahrung – besonders viel Sorge um ihr Geld haben, sind sie fleißig mit dabei. Geld ist alles andere als knapp, das Private Geldvermögen war nie so hoch wie heute. Dazu kommt, dass die Erbengeneration über reichlich Liquidität verfügt. Und sie sind nicht allein, weil Deutschland vielen als „Der sichere Hafen“ gilt, strömt das Kapital auch von anderswo (z. B. aus Südeuropa, insbesondere Griechenland) in deutsche Immobilien.

Die Nachfrage steigt, das Angebot nicht (Grundstücke sind halt von Natur aus nur begrenzt vorhanden). Also steigen die Immobilienpreise und weil die Miete so was wie der Zins ist – Sie ahnen es – müssen die halt mitsteigen. Ob in großen oder nicht ganz so großen Städten. Beides wird 2013 weiter steigen, aber die Mieten steigen nicht mehr schneller als die Kaufpreise und darin liegt die Gefahr. Jetzt reden alle von einer drohenden Immobilienblase (auch die, die es anders sehen). Oder sind wir schon mittendrin? Ob es nun um eine Blase am Immobilienmarkt oder irgendeine andere Spekulationsblase geht, letztlich bedeutet es die Preise gehen durch die Decke und über den tatsächlichen Wert hinaus. Aber was passiert dann?

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Presseschau: Steht Deutschland vor der Immobilienblase?

presse2Ist die Preisentwicklung am Immobilienmarkt noch gesund?

Diese Frage stellt sich auch die Deutsche Bundesbank und geht darauf in ihrem Finanzstabilitätsbericht 2012 ein. Bundesbank Vorstand Andreas Dombret warnte: „Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass es gerade in einem Umfeld niedriger Zinsen und hoher Liquidität zu Übertreibungen an den Immobilienmärkten kommen kann. Dies kann auch in deutschen Ballungszentren zum Tragen kommen und die Finanzstabilität hierzulande erheblich gefährden.“ so meldet ntv. Die Financial Times Deutschland nennt es „Hitzige Diskussion über Immobilienblase“ und greift das das Auseinanderdriften von Kaufpreisen und Mieten auf. Focus Online beschreibt das Risiko „vor allem in den Großstädten sei die Gefahr groß, insbesondere Berlin“ und die FAZ lobt die Kritik der Bundesbanker als „Das ist früh – aber nicht zu früh.“ „Betongold gilt vielen als sicherer Hafen in der Euro-Schuldenkrise. Doch das muss nicht so bleiben“ schreibt mahnend die Süddeutsche Zeitung.

Stern.de „warnt (lieber) vor regionalen Übertreibungen“ und die Frankfurter Neue Presse warnt „hohe Risiken für Deutschlands Banken – unter anderem am Immobilienmarkt“ in ihrem Kommentar heißt es dann aber „Keine Blase“. Das Handelsblatt fragt ganz pragmatisch „Was tun gegen die Immobilienblase?“ bleibt aber leider die Antwort schuldig.