Tag Archives: Großstädte

Mietpreisbremse in 3 Minuten einfach erklärt

Und zum nachlesen:Die Mietpreisbremse. Deutsche Großstädte platzen aus allen Nähten. Wer Teil des bunten Trubels werden möchte und keinen Goldesel besitzt, braucht jedoch Nerven aus Drahtseilen: Eine bezahlbare Mietwohnung zu finden, gleicht in manchen Städten der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Und die Mieten steigen immer weiter: In den 100 größten Städten zahlten Mieter im Jahr 2012 im Schnitt elf Prozent mehr pro Quadratmeter als im Jahr 2005. Dazu kommen die Kosten für den Makler. Personen mit geringem oder normalem Einkommen können sich die Stadt oft nicht mehr leisten. wei­ter­le­sen →

Mietpreisbremse nötig, Neubau allein genügt nicht

Andreas Otto

Andreas Otto

Laut Pressemeldungen will Bauminister Ramsauer auf die sogenannte Mietpreisbremse verzichten und allein auf Wohnungsneubau setzen. Diese Politik greift zu kurz.

Das Mietrecht muss gerade für den Bestand so verbessert werden, dass Menschen mit wenig Einkommen weiter in den Großstädten ihre Miete bezahlen können. Wo Wohnungen modernisiert werden, müssen sich die Mieterinnen an den Kosten beteiligen. Weil die Mieten nach Modernisierung oft stark ansteigen, müssen als Kompensation unbedingt die anderen Mieterhöhungen gebremst werden. Jene, für die es keine materiellen Gegenleistungen gibt.

Beim Abschluss von Mietverträgen muss der Mietspiegel Orientierung sein. Und die dreijährlich möglichen Erhöhungen innnerhalb laufender Verträge müssen abgesenkt werden. Maximal 15% in vier Jahren wäre eine deutliche Verbesserung.

Wenn Herr Ramsauer daneben die Neubauförderung des Bundes verbessern will, ist das völlig in Ordnung.

Aber wenn er Familien mit geringen Einkommen schützen will, dann muss das Mietrecht dringend novelliert werden.

Bundesbank warnt vor Preissteigerungen

Wohnimmobilien in deutschen Städten haben sich seit dem Jahr 2010 so stark verteuert, dass sie möglicherweise überbewertet sind. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht. Substanzielle Übertreibungen am Wohnimmobilienmarkt als Ganzem seien nicht zu erkennen. Gerade in Ballungsräumen sei es jedoch zu Preissteigerungen gekommen, die sich “fundamental nur noch schwer rechtfertigen lassen”, so die Bundesbank. (weiterlesen →)
DWO-Wohnungspreise

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Reiche in die City, die Anderen an den Rand

Wohnungsnot in der Großstadt

“Ganz hinten in der Verwertungskette” sehen sich Annika und ihr Freund Slaven. Die angehende Lehrerin und der Medizinstudent suchen seit 2009 für sich und ihre zwei Kinder eine größere Wohnung in Köln. Doch zwei kleine Kinder, ein fremdländisch klingender Nachname und ein geringes Einkommen reichen aus, um die Chancen auf dem Wohnungsmarkt gen Null sinken zu lassen. So wie dieser Familie ergeht es zahllosen Wohnungssuchenden.

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Wie tickt Deutschland: Wohnungsmarkt

phoenix-Wie-tickt-Deutschland41.298.747 Wohnungen gibt es in Deutschland, vermietet davon sind mehr als die Hälfte 52 Prozent. Wohnen ist für viele nicht oder kaum noch bezahlbar. „Wohnen macht arm“, nach der Miete bleibt vielen weniger als Hartz IV, dies bestätigt auch eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Insbesondere die Großstädte sind betroffen, so verzeichnete seit 2007 bspw. Berlin eine Steigerungsrate von 27,6 Prozent, Hamburg 23,3 Prozent, Frankfurt am Main 17,1 Prozent oder Köln 10,2 Prozent.

Nach einer repräsentativen Umfrage des Fernsehsenders Phönix sind die steigenden Mieten das wichtigste Wahlkampfthema der Bundestagswahl. 38% der Teilnehmer nannten die steigenden Mietsätze und die Wohnungsnot als Topthema, das ihnen unter den Nägeln brennt. Mehr dazu und Hintergründe zur PHOENIX Reihe „Wie tickt Deutschland?“

REPORT MAINZ: Mobbing gegen Mieter nimmt zu

Mietendemo„Miete rauf, Mieter raus! Die fiesen Tricks der Spekulanten“

Nach Einschätzung des Deutschen Mieterbunds (DMB) haben Schikanen gegen Mieter in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen: „Immer mehr Mieter in Ballungszentren und Großstädten werden aus ihren angestammten Wohngegenden vertrieben. Denn gerade bei Neuvermietungen könnten Vermieter derzeit hohe Mietsprünge erzielen“, sagte DMB-Bundesdirektor Lukas Siebenkotten im ARD-Interview. „Es ist im Moment besonders lukrativ, Altmieter loszuwerden, weil in Deutschland die Neuvertragsmiete keiner Grenze unterworfen ist, und man daher nahezu jeden Preis da nehmen kann, wo es der Markt hergibt – und das ist insbesondere in den Ballungszentren.“ Der Deutsche Mieterbund fordert daher eine Mietpreisbremse bei Neuvermietung: „Wir glauben, dass die Neuvertragsmieten, die zum Teil heute durch die Decke schießen, eine Begrenzung benötigen. Das würde sofort dämpfend auf den Markt wirken, und würde auch dazu führen, dass solche Schikanen nicht mehr in solchen Größenordnungen und in dieser Menge stattfinden.“

Die zunehmende Wohnungsnot in deutschen Großstädten sieht der zuständige Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) mit Sorge. Im Interview mit dem ARD Fernsehen erklärte Ramsauer: „Ich habe als Bundesbauminister natürlich die Verpflichtung, für ausreichenden und guten Wohnraum in Deutschland zu sorgen. Dazu gehört die Erkenntnis, dass wir in zehn bis zwölf Ballungszentren in Deutschland eine sich verstärkende Wohnungsknappheit haben.“

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