Tag Archives: Lukas Siebenkotten

Rückblick auf die Mieten-Twitter-Night

logo_Twitter_birdDer Deutsche Mieterbund, hat das nach Umfragen wichtigste Thema der Bundestagswahl zur Debatte gestellt: Die Mieten. Unter #dmbzurwahl2013 wurde getwittert was die Tastaturen hergaben. Zeitweise war der Hashtag auf Platz 4 der Deutschen Twitter Trends (also das am vierthäufigsten getwitterte Schlagwort). Mehr Politik gab es auf Twitter nur zur zeitgleich laufenden Berliner Runde, die parallel in ARD und ZDF lief.

#dmbzurwahl2013 Twitter Trends TweetWährend sich Opposition, Mietervereine aus der ganzen Republik, Vermieterorganisationen, Betroffene, Immobilienportale, und, und, und…. beteiligten – fehlten Unions- & FDP-Politiker vollständig. Trotz mehrfacher Einladung und Tweets wo sie denn nur blieben, meldete sich niemand zu Wort. Auch von einer Absage an die Veranstalter ist nichts bekannt. (Sollte dies kommen, wird der Artikel um einen entsprechenden Kommentar ergänzt). Für die aktuelle Regierungskoalition, scheint es wohl nicht so wichtig gewesen zu sein. Möglich ist natürlich auch, dass sich die Macher des Mietrechtsverschlechterungsgesetzes nicht in unangenehme Diskussionen verwickeln lassen wollten (Ein Sieg für die Vermieterlobby – Das neue Mietrecht; Die Top 5 der Mie­ter­feind­lichs­ten Änderungen). Es ist natürlich schwierig zu erklären warum 3 Monate vor der Wahl, die CDU die Mietpreisbremse im Bundestag ablehnt – aber nach der Wahl „selbstverständlich“ umsetzen wird. Das versucht die Union, dann gar nicht erst.

Eine ganze Debatte wei­ter­le­sen →

Der Mieterbund läd ein: zur #Mieten Twitter Night

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Zur Debatte

3 Tage vor der Wahl, am 19. September, ab 21:15 Uhr wird sie laufen: Die Mieten-Twitter-Night! Unter dem Hashtag: #dmbzurwahl2013 können sich alle beteiligen mit Fragen, Forderungen, Kommentaren, Meinungen oder einfach nur mitlesen.

Was soll sich ändern? Was wird sich ändern?

#dmbzurwahl2013 – Wohnen, Mieten, Leben. Was planen die Parteien nach der Bundestagswahl 2013? Wofür setzten sich die Kandidaten ein? Welchen Anspruch haben Mieter_innen und Vermieter_innen an die Politik?

Mit dabei sind u.a. der Bundesdirektor Deutschen Mieterbundes Lukas Siebenkotten @lsiebenkotten. Neben Vertretern der Grünen, SPD, Linken, und Piraten werden auch Immobilienplattformen und weitere Verbände dabei sein. wei­ter­le­sen →

Was wird werden, GSW?

GSW Gebäude freie ArbeitWo steuert sie hin, die GSW?

Neue Unruhe ist da. Nach dem Verkauf der einst Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft und nach dem Börsengang, kommt nun das Übernahmeangebot der Deutschen Wohnen.

Die ebenfalls an der Börse notierte Deutsche Wohnen (in Berlin z.B. durch die Hufeisensiedlung bekannt) will die GSW kaufen. 1,7 Milliarden Euro ist ihr das wert. DWlogoNun sind die Sorgen groß, waren die Konsequenzen solcher Paketverkäufe doch stets spürbar – um nicht zu sagen schmerzhaft. Lukas Siebenkotten Direktor des Deutschen Mieterbundes fasste die Befürchtungen zusammen. „Wir müssen damit rechnen, dass Synergieeffekte, die erzielt werden sollen, auch dazu führen, dass Instandhaltung zurückgefahren wird, dass Ansprechpartner weiter wegrücken und das ganze Verfahren auch für die Mieter komplizierter wird.“ Auch bei den Mieten erwartet der Mieterbund: wei­ter­le­sen →

REPORT MAINZ: Mobbing gegen Mieter nimmt zu

Mietendemo„Miete rauf, Mieter raus! Die fiesen Tricks der Spekulanten“

Nach Einschätzung des Deutschen Mieterbunds (DMB) haben Schikanen gegen Mieter in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen: „Immer mehr Mieter in Ballungszentren und Großstädten werden aus ihren angestammten Wohngegenden vertrieben. Denn gerade bei Neuvermietungen könnten Vermieter derzeit hohe Mietsprünge erzielen“, sagte DMB-Bundesdirektor Lukas Siebenkotten im ARD-Interview. „Es ist im Moment besonders lukrativ, Altmieter loszuwerden, weil in Deutschland die Neuvertragsmiete keiner Grenze unterworfen ist, und man daher nahezu jeden Preis da nehmen kann, wo es der Markt hergibt – und das ist insbesondere in den Ballungszentren.“ Der Deutsche Mieterbund fordert daher eine Mietpreisbremse bei Neuvermietung: „Wir glauben, dass die Neuvertragsmieten, die zum Teil heute durch die Decke schießen, eine Begrenzung benötigen. Das würde sofort dämpfend auf den Markt wirken, und würde auch dazu führen, dass solche Schikanen nicht mehr in solchen Größenordnungen und in dieser Menge stattfinden.“

Die zunehmende Wohnungsnot in deutschen Großstädten sieht der zuständige Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) mit Sorge. Im Interview mit dem ARD Fernsehen erklärte Ramsauer: „Ich habe als Bundesbauminister natürlich die Verpflichtung, für ausreichenden und guten Wohnraum in Deutschland zu sorgen. Dazu gehört die Erkenntnis, dass wir in zehn bis zwölf Ballungszentren in Deutschland eine sich verstärkende Wohnungsknappheit haben.“

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Schäubles Immobiliendeal: Ein Börsenkonzern macht Kasse auf Kosten von Mieterinnen und Mietern

Nach dem die Bundesregierung die TLG-Wohnungen verkauft hat, steigen nun die Mieten der BewohnerInnen. Die vereinbarte Sozialcharta wird vom Finanzministerium nicht veröffentlicht, aber nutzen könnten die MieterInnen ohnehin nicht aus ihr ziehen. Der Vorstandsvorsitzende der TAG, Rolf Elgeti, bestätigt diese Mietsteigerungen im Interview.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ließ auf Anfrage von REPORT MAINZ mitteilen, die Mieter seien durch die Sozialcharta “auf einem hohem Niveau” geschützt. Bislang habe “kein geschützter Mieter” eine “Beschwerde an das Bundesministerium der Finanzen herangetragen” (siehe Presseinformation). Da es keine geschützten Mieter bei diesem Immobiliendeal gibt, konnte sich vermutlich deshalb keiner beschweren.

 

Presseinformation von Report Mainz:

 

Quelle: Report Mainz
Sendung vom Dienstag, 05.03.2013

 

Fachgespräch Wer bezahlt die Makler?

SchlüsselübergabeDatum: 11. März 2013

Uhrzeit: 17:00–19:30 Uhr

Ort: Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-Haus, E.600, Konrad-Adenauer-Straße 1, 10557 Berlin

Anmeldung erforderlich! (s.u.)

Maklerprovision bei Vermietung und Verkauf neu ausrichten

Die Maklerprovision bei Verkauf von Immobilien orientiert sich an der „ortsüblichen“ Provision. Diese kann zwischen 5,80% bis 6,96% des Kaufpreises der Immobilie betragen, teilweise werden auch Provisionen in Höhe von 12 % des Kaupreises bezahlt. Wer diese Provision bezahlt, ist ebenfalls von den ortsüblichen Gepflogenheiten abhängig. Die Provision ist nicht von den angebotenen und erbrachten Leistungen der Makler abhängig, sondern ausschließlich vom Verkaufserfolg und vom Immobilienpreis. Die Höhe der Provision ist aber oft nicht nachvollziehbar. Die Maklerprovision macht den zweitgrößten Anteil der Transaktionskosten von Immobilien aus. Im internationalen Vergleich liegt in Deutschland das schlechteste Preis-Leistungs-Verhältnis vor. Ein Preis-Leistungs-Wettbewerb kommt, u.a. wegen der geringen Marktmacht der Maklerkunden, nicht zustande. Hohe Immobilienpreise und hohe Transaktionskosten erschweren nicht nur für junge Haushalte mit niedrigem Einkommen den Erwerb von Wohneigentum, sie tragen auch im Fall von Mietwohnungen zu entsprechenden Mietpreissteigerungen bei.
Auf vielen regionalen Mietwohnungsmärkten großer Städte in Deutschland ist die Vermittlung von Mietwohnungen über Makler üblich. Die direkte Vermittlung über die Hausverwaltung oder die Eigentümer findet dort kaum noch statt. Auf angespannten Wohnungsmärkten führt geringer Leerstand und minimale Neubautätigkeit im Mietwohnungssektor zu hohen Mieten. Insbesondere dort kommt die Maklerprovision als weiterer Preissteigerungsfaktor zu den hohen Mietpreisen hinzu. Die vertragliche Abwälzung der Maklerprovision auf den Wohnungssuchenden ist in vielen Ballungsräumen zur Regel geworden. Das bedeutet, dass Wohnungssuchende, obwohl diese nicht den Makler mit der Wohnungssuche beauftragt haben, am Ende die Provision tragen. Hier ist die Politik gefragt!
Darüber wollen wir mit unseren geladenen Fachleuten und Ihnen diskutieren. Hierzu laden wir Sie herzlich ein!
Programm
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Deutschland Akut: Wohnungsnot in Deutschlands Städten – werden Mieten bald unbezahlbar?

Wohnungsnot in Deutschlands Städten – werden Mieten bald unbezahlbar?

In Deutschlands Metropolen herrscht Wohnungsnot. Für immer mehr Mieter wird die Preisspirale zum Problem. Jeder vierte erwägt umzuziehen. Doch die meisten Bewerber finden keine preiswerte Alternative, weil die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt. Indes wird immer noch nicht genug und vor allem nicht bedarfsgerecht gebaut. Während in den Zentren Luxuswohnungen entstehen, werden sozial schwache Familien an den Rand der Städte gedrängt.

Sollte es eine gesetzlich verankerte Mietobergrenze geben? Welche Rechte haben eigentlich Mieter? Müssen sie tatsächlich Kosten für eine energetische Haussanierung sowie teure Maklergebühren selbst schultern? Wie kann die Politik verhindern, dass Wohnraum immer mehr zum Luxusgut wird und nur noch die Reichen in den Innenstädten leben?

Gäste:
Lukas Siebenkotten (Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes)
Jan-Marco Luczak (CDU, MdB und Mitglied des Rechtsausschusses)
Dr. Rolf Kornemann (Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer e.V. – Haus & Grund)

Moderation:
Friedemann Schmidt