Tag Archives: Mietenproblematik

Spekulanten verteiben MieterInnen & tricksen das Recht aus, so war’s 1979 in Zürich…

Wohnungsnot in Zürich (1979)

Das Schweizer Fernsehen berichtet in der Sendung “Blickpunkt” vom 25.5.1979, wie in der Altstadt von Zürich Liegenschaften trotz Wohnerhaltungsgesetz ausgehöhlt und die Altbau-Wohnungen in Luxus-Wohnungen und Zweitwohnungen umgewandelt werden. Die alteingesessenen Mieter, oft Familien, können die hohen Mieten nicht mehr bezahlen und müssen ausziehen.

Wer sich der Geschichte nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.

Mieten: Das Märchen vom problemlösenden Neubau

CIMG1453._2jpgEs hat lange gedauert bis die Mietenproblematik bei SPD & Co. angekommen ist, Schlussfolgerung: „Es gibt zu wenig Wohnraum, wir brauchen Neubau.“ Ganz nach dem Motto, einfache Logik ist die beste – aber das ist zu kurz gedacht.

Rot-schwarz will (laut Koalitionsvertrag) 30.000 neue Wohnungen in dieser Legislaturperiode bauen. Im Schnitt wären das 6.000 Wohnungen pro Jahr. Etwa so viele wie zwischen 2005 – 2010 in Berlin insgesamt gebaut wurden. Eine realistische Idee? Das erste Jahr der Legislaturperiode ist bereits um und bislang wurde nur viel geredet (zugegeben, es ging in die richtige Richtung), gehandelt wurde nicht. Von der „Neubauoffensive“ ist noch nichts zu sehen.

Nach wie vor ist vieles offen, eigentlich alles. Wer wird diese Wohnungen bauen? Wo? Und über was für Wohnungen sprechen wir eigentlich? Wie groß sollen sie sein und welche Ausstattung/Standard sollen sie haben? Und wie hoch werden die Mieten in diesen Wohnungen sein?

Dabei tritt die entscheidende Frage in den Hintergrund, kann Neubau überhaupt das Mietenproblem lösen?

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Mietenproblematik bei der Lichtenberger Nacht der Politik

Andreas Otto25.01.2013, 18.15 Uhr, Raum 107 (1.Stock)

Bezahlbare Mieten in Lichtenberg?!

-Handlungsmöglichkeiten/Maßnahmen

-Bezahlbare Mieten trotz energetischer Sanierung?

-Grüne Positionen und Antworten auf das Berliner Mietenproblem

Vortrag und Diskussion mit Andreas Otto (Sprecher für Bauen und Wohnen der Grünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und Pankower Bundestagskandidat)

Bei der Lichtenberger „Nacht der Politik“ am 25.01.2013 diskutiert und informiert die Grüne Fraktion zum aktuellen Thema „Mietsteigerungen“. Mit dabei ist der Sprecher für Bauen und Wohnen der Grünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und Pankower Bundestagskandidat, Andreas Otto. Er informiert in einem Kurzvortrag über Handlungsmöglichkeiten und Gegenmaßnahmen, erklärt, wie Mieten trotz energetischer Sanierung bezahlbar bleiben können und diskutiert grüne Positionen und Antworten auf das Berliner Mietenproblem. Die grünen Bezirksverordneten stehen allen Interessierten für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

ZDF.reportage – Wer soll das bezahlen? – Wohnen in München

 

Die “ZDF.reportage” von Rita Stingl beleuchtet die prekäre Lage auf dem Wohnungsmarkt in München und begleitet verzweifelte Wohnungssuchende.

Wie lange noch Herr Wowereit?

A88wAU6CcAA80vw.jpg largeSeien wir doch mal ehrlich, mit der Politik läuft es schon länger nicht mehr so gut bei Ihnen. Die Mietenproblematik wollten Sie lange nicht wahr haben. Frau Junge-Reyer hat es ja sicherlich nicht gegen Ihren Willen geleugnet. Nun sieht Ihr politischer Ziehsohn Michael Müller zwar alles anders, aber mehr als „da müsste man was tun“ kommt ja auch nicht dabei raus. Schließlich haben wir bis heute weder eine Zweckentfremdungsverbotsverordnung noch eine Umwandlungsverordnung, geschweige denn ein Wohnraumschutzgesetz. Damit ist Berlin wieder mal einzigartig in der Republik, denn wir sind die einzigen die nichts davon haben (und offensichtlich besteht Bedarf). Ergebnis von 10 Jahren Wowereit.

Auch die Liegenschaftspolitik des Senats ist eine einzige Katastrophe. Auch wenn Ihr einer Senator gerne was ändern möchte, lässt der andere ihn am ausgestreckten Arm verhungern. Auch das passiert sicher nicht gegen den Willen des Regierungschefs, der Sie doch (immer noch) sind. 10 Jahre Liegenschaftsfonds sorgten dafür, dass die „besten Stücke“ verkauft wurden und was heute mit diesen Grundstücken passiert bzw. schon längst passiert ist. Nunja für die Stadt sicher kein Gewinn, selbst finanziell war der Beitrag für das mit über 60 Mrd. € verschuldet Berlin übersichtlich.

Die Privatisierungen unter Ihrer Führung waren eine nach der anderen ein Griff in die… ob wir von der GSW oder den Berliner Wasserbetrieben sprechen. Schlecht für die Berlinerinnen & Berliner und den Haushalt hat es letztlich auch nicht saniert.

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Report Mainz: Warum arme Menschen immer öfter obdachlos werden

Erstmals seit Jahren ist in Deutschland die Zahl der Wohnungs- und Obdachlosen wieder deutlich gestiegen – auf fast 250.000 Menschen. Plus zehn Prozent in den vergangenen drei Jahren, prognostizierte Tendenz – weiter steigend. Besonders betroffen – Frauen und Minderjährige.

REPORT MAINZ hat eine junge Mutter begleitet. Sie beschreibt, wie sie seitens der Vermieter bislang nur Ablehnungen kassierte. Zwei Maklerinnen, seit 25 Jahren erfolgreich im Geschäft, geben offen zu, dass die Vermieter – anders als früher – keine “Jobcenter-Bedürftigen” mehr wollen.

Report Mainz im Internet:
http://www.reportmainz.de