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Starke Mietsteigerungen vor allem in guten Wohnlagen

hintergrundpapier_mieten_2Die “innerstädtische (Miet-)Unterschiede nehmen zu” meldet das BBSR. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Die Neu- und Wiedervermietungsmieten sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Vor allem in den wachsenden Großstädten wird der Abstand zu den ortsüblichen Vergleichsmieten größer, wie eine Analyse des BBSR zeigt.

Die komplette Analyse hier:

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Angebotsmieten übertreffen Berliner Mietspiegel um 100%

bild_mietenDie Kluft wird immer größer, die Angebotsmieten (Mieten zu denen aktuell Wohnungen angeboten werden) galoppieren den ortsüblichen Vergleichsmieten (Mietspiegel) davon.

Das geht aus einer Studie des BBSR hervor. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung untersuchte wie stark die Angebotsmieten von den ortsüblichen Vergleichsmieten abweichen.

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Rückblick auf die Mieten-Twitter-Night

logo_Twitter_birdDer Deutsche Mieterbund, hat das nach Umfragen wichtigste Thema der Bundestagswahl zur Debatte gestellt: Die Mieten. Unter #dmbzurwahl2013 wurde getwittert was die Tastaturen hergaben. Zeitweise war der Hashtag auf Platz 4 der Deutschen Twitter Trends (also das am vierthäufigsten getwitterte Schlagwort). Mehr Politik gab es auf Twitter nur zur zeitgleich laufenden Berliner Runde, die parallel in ARD und ZDF lief.

#dmbzurwahl2013 Twitter Trends TweetWährend sich Opposition, Mietervereine aus der ganzen Republik, Vermieterorganisationen, Betroffene, Immobilienportale, und, und, und…. beteiligten – fehlten Unions- & FDP-Politiker vollständig. Trotz mehrfacher Einladung und Tweets wo sie denn nur blieben, meldete sich niemand zu Wort. Auch von einer Absage an die Veranstalter ist nichts bekannt. (Sollte dies kommen, wird der Artikel um einen entsprechenden Kommentar ergänzt). Für die aktuelle Regierungskoalition, scheint es wohl nicht so wichtig gewesen zu sein. Möglich ist natürlich auch, dass sich die Macher des Mietrechtsverschlechterungsgesetzes nicht in unangenehme Diskussionen verwickeln lassen wollten (Ein Sieg für die Vermieterlobby – Das neue Mietrecht; Die Top 5 der Mie­ter­feind­lichs­ten Änderungen). Es ist natürlich schwierig zu erklären warum 3 Monate vor der Wahl, die CDU die Mietpreisbremse im Bundestag ablehnt – aber nach der Wahl „selbstverständlich“ umsetzen wird. Das versucht die Union, dann gar nicht erst.

Eine ganze Debatte wei­ter­le­sen →

#btw13 – Mietencountdown zur Bundestagswahl

Andreas Otto:Wir wollen, dass sich die Mieten bei Neuabschluss von Verträgen immer am Mietspiegel orientieren. Das muss ins bürgerliche Gesetzbuch. Und die Maklergebühren zahlt, wer den Auftrag hierfür erteilt. Ich stehe für eine Mietenpolitik, die die Interessen der MieterInnen und die Interessen der VermieterInnen berücksichtigt und keine Seite überfordert.“

 

„Wir wollen das Mietrecht ändern, sodass nur die energetische Sanierung und Maßnahmen für Barrierefreiheit der Miete angerechnet werden können. Es sollen nur noch 9% statt 11% der Baukosten auf die Jahresmiete umgelegt werden können. Der Staat kann über die KfW mit zinsgünstigen Krediten und Zuschüssen helfen.“ 

 

Der Mieterbund läd ein: zur #Mieten Twitter Night

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Zur Debatte

3 Tage vor der Wahl, am 19. September, ab 21:15 Uhr wird sie laufen: Die Mieten-Twitter-Night! Unter dem Hashtag: #dmbzurwahl2013 können sich alle beteiligen mit Fragen, Forderungen, Kommentaren, Meinungen oder einfach nur mitlesen.

Was soll sich ändern? Was wird sich ändern?

#dmbzurwahl2013 – Wohnen, Mieten, Leben. Was planen die Parteien nach der Bundestagswahl 2013? Wofür setzten sich die Kandidaten ein? Welchen Anspruch haben Mieter_innen und Vermieter_innen an die Politik?

Mit dabei sind u.a. der Bundesdirektor Deutschen Mieterbundes Lukas Siebenkotten @lsiebenkotten. Neben Vertretern der Grünen, SPD, Linken, und Piraten werden auch Immobilienplattformen und weitere Verbände dabei sein. wei­ter­le­sen →

Makler rufen zum Boykott des Mietrechts auf

Wo gibts denn sowas?

Die Welt: „Makler rufen zu Boykott auf“ *** Berliner Morgenpost: „Verband ruft zum Boykott der Berliner Mietpreisbremse auf“ *** Der Tagesspiegel: „Makler lehnen Kappungsgrenze strikt ab“

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Hintergrund der Nachrichten ist, dass nach Einschätzung des IVD – gerechtfertigt mit dem eigenen Marktmietspiegel – keine Kappungsgrenzenverordnung für Berlin gelten dürfte. Ah ja.

Weil die Mieten in Berlin so hoch sind, was u.a. durch das geringe Angebot und die darüber hinausgehende Nachfrage kommt, gibt es die Kappungsgrenzenverordnung. Es soll die Mietenexplosion gerade eindämmen. Zu argumentieren weil die Mieten so hoch sind und steigen und der Leerstand knapp ist, ginge dies nicht, ist mehr als grenzwertig. Hier wird deutlich übers Ziel hinaus geschossen. Mit dem Boykottaufruf erst recht.

Na klar, um wirklich was zu erreichen müsste einiges mehr (um nicht zu sagen überhaupt was) im Mietrecht passieren. Aber wir erinnern uns: Der rot-schwarze Senat wollte nicht. (siehe hier, da oder dort) wei­ter­le­sen →

Ein Kommentar und viele Fragen an den EXPO REAL EXPERT

logo_exporealZu dem Beitrag auf dem EXPO REAL Blog:
Immobilienrecht: Kampf gegen den Mietanstieg mit populistischem Instrument von EXPO REAL EXPERT: Prof. Dr. Dieter Rebitzer

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Rebitzer,

zunächst einmal vielen Dank für Ihren kritischen Beitrag. Gerne möchte ich genauso kritisch darauf eingehen. Wobei sich mir im gesamten Kontext die Frage stellt, ob Ihnen eigentlich die Vorschläge zur Ausgestaltung der sog. “Mietpreisbremse” überhaupt bekannt sind?

Alle im Raume stehenden Vorschläge beschäftigen sich mit den Wiedervermietungsmieten. Also Bestandswohnungen die bereits im Markt sind und in der Vergangenheit vermietet wurden. Es geht also explizit nicht um Neubau, bzw. Mieten von noch zu errichtenden Wohngebäuden. (Diese finden sich im Übrigen auch nicht im Mietspiegel wieder, können also nur schwer an ihn gekoppelt werden). Eine ausführlichere Erläuterung finden Sie hier: http://mietenblog.de/?p=4388

Da Sie der Meinung sind, dass die Mietpreisbremse eher schädlich als hilfreich ist, bitte ich Sie auf folgende Fragen einzugehen: wei­ter­le­sen →

Zuhause: GRÜNE Agenda für eine neue Wohnungs- und Mietenpolitik

Die Grünen starten in den Wahlkampf, die Berliner Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast präsentierte das (eigene) Plakat des Landesverbandes zum Thema Mieten. Seit dem Wochenende hängen die Plakate in der Hauptstadt.

btw13 Mietenplakat Berlin„Jeder Mensch hat das Recht auf angemessenen Wohnraum“ – so steht es in der Berliner Verfassung, Artikel 28. Die Realität in unserer Stadt ist eine andere. In Berlin und in vielen anderen deutschen Städten ist Wohnraum knapp und teuer geworden. Durch Immobilien-Spekulation, exorbitante Mietsteigerungen und die Verdrängung von Menschen mit kleinen oder mittleren Einkommen driftet unsere Gesellschaft sozial immer stärker auseinander. Es fehlt an neuen, bezahlbaren Wohnungen für Geringverdienende, Familien oder Studierende. Und auch die energetische Sanierung der Gebäude, für mehr Klimaschutz und geringere Energiekosten, kommt nicht voran.

Wir Grünen meinen, hier kann und muss die Politik etwas tun! Unsere Städte sind Orte für alle Bürgerinnen und Bürger und keine Spielwiesen für Spekulanten. Niemand soll sein Zuhause in Berlin oder anderswo aufgeben müssen, weil die Miete plötzlich zu hoch ist. Wir wollen durch eine Gesetzesreform auf Bundesebene Mieterinnen und Mieter besser schützen und denken dabei soziales Mietrecht, gemeinwohlorientierten Wohnungsbau und die energetische Gebäudemodernisierung zusammen. Konkret heißt das: wei­ter­le­sen →

Warum die WIEDERvermietungsmieten so entscheidet sind

Wie_ist_das-eigentlich_mit..…Neuvermietung, Neuvertragsmieten, Wiedervermietungsmieten, hää?

Genaugenommen geht es nicht um Neuvermietung oder Neuvertragsmieten, sondern um Wiedervermietungsmieten. Was hat es mit dem Wortungetümen auf sich, wo liegt der Unterschied?

Es geht um die Wohnungen die wieder vermietet werden. Also um die, die schon da sind und in der Vergangenheit bereits vermietet wurden. Entscheidend ist das WIEDER! Neue Mietverträge für diese  Wohnungen, die es schon (lange) gibt, stehen unter keiner Regulierung. War die Miete vorher 5,- € kalt/m² kann dies durch den neuen Vertrag bzw. Mieter jeder beliebige andere Betrag sein (solange jemand da ist, der das zahlt). Es gibt also keine Obergrenze oder einen Bereich in welchem die Miete liegen muss.

Zwar gibt es den § 5 Wirtschaftsstrafrecht & § 291 Strafgesetzbuch, aber die Wirkung ist in der Praxis eher übersichtlich.

Diese neuen Mieten haben aber nicht nur für die, die den “neuen” Vertrag schießen Auswirkungen, sondern für alle. Der Mietspiegel berechnet sich nämlich genau aus diesen Mieten. Und wenn die hohen neuen, also Wiedervermietungsmieten, den Mietspiegel in die Höhe treiben, dann wird daraus die Mieterhöhung für die anderen. So sind es genau diese Mieten, die den Hauptfaktor der Mietsteigerungen ausmachen. wei­ter­le­sen →

Wie können wir aus dem Mietspiegel was Vernünftiges machen?

Wie_ist_das-eigentlich_mit..…dem Mietspiegel?

Der (Qualifizierte) Mietspiegel ist eine Variante, die sog. ortsübliche Vergleichsmiete (§ 558 BGB) zu bestimmen. Da es die häufigste Methode ist, ist sie auch die bekannteste. Es geht aber immer um die ortsübliche Vergleichsmiete, insofern sind alle Varianten (z.B. Mietdatenbank) im gleichen Maße mitbetroffen.

Mit der schwarz-gelben Reform des Mietrechts, ist der ökologische Mietspiegel seit 1. Mai Pflicht. Denn neben Größe, Ausstattung und Lage gehört nun (endlich) auch die energetische Beschaffenheit dazu. Das ist wichtig, weil diese sich letztlich auf die 2. Miete – die Betriebskosten – auswirkt. Und was Nettokaltmiete + Betriebskosten ausmacht – muss letztlich bezahlt werden. Also eine sinnvolle Änderung (die Änderung ist natürlich schon vorher x-mal im Bundestag eingebracht worden und wurde von schwarz-gelb immer abgelehnt worden, aber trotzdem sinnvoll).

Nur was bringt das?

Das allein nicht so viel. Was viele nicht wissen, z.B. Berlin hat schon lange einen ökologischen Mietspiegel. Was zeigt, dass allein die energetische Komponente nicht viel hilft. Die Gestaltung, wie die energetische Komponente die Miete beeinflusst ist das entscheidende. Jedoch ist es Aufgabe der Städte das herauszufinden. Naja, gut gemeint ist halt nicht gut gemacht.

Was muss besser werden?

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