Tag Archives: Mietwucher

Mietpreisbremse à la GroKo? Danke, aber nein danke!

Bundestag Blick in den PlenarsaalDer Gesetzentwurf zur Mietpreisbremse liegt vor, doch nach genauerem Hinsehen stellt sich schnell heraus, zu früh gefreut. Die beabsichtigte Wirkung kann (zumindest mit dem vorliegenden Referentenentwurf) nicht erfüllt werden.

Was soll sich ändern oder besser gesagt was ändert sich tatsächlich?

Die Landesregierungen legen Gebiete fest, in denen die ortsübliche Vergleichsmiete (z. B. der Mietspiegel) höchstens um 10 Prozent überschritten werden darf. Dies gilt für max. 5 Jahre. Das bedeutet aber auch, dass ein solches Gebiet erstmal definiert werden muss. Das hinzubekommen ist leichter gesagt als getan, und wird viele Landesregierungen mit dem Verweis auf „Rechtssicherheit“ davon abhalten Gebiete überhaupt zu benennen. (Und so wie ich den Berliner Senat kenne dauert allein das über 5 Jahre) wei­ter­le­sen →

Günther Jauch: Luxusgut Wohnen – wird die Miete unbezahlbar?

Mietwucher und teure Maklergebühren: Für eine passende Wohnung müssen immer mehr Menschen immer tiefer ins Portemonnaie greifen. Wohnraum in Deutschland ist knapp, vor allem in den Ballungsräumen. Nun will die Große Koalition Abhilfe schaffen – mit einer Mietpreisbremse und neuen Regeln für Maklergebühren.

Günther Jauch diskutiert mit: Olaf Scholz (SPD Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg), Christian Lindner (FDP Parteivorsitzender), Jürgen Michael Schick (Vizepräsident Immobilienverband Deutschland, IVD), Sylvia Sonnemann (Juristin, Geschäftsführerin Verein “Mieter helfen Mietern”), Andrej Holm (Stadt-Soziologe), außerdem zu Gast im Studio: Von Mietsteigerungen betroffene Mieter.

Die Sendung vom Sonntag, 30.03.2014

Quelle: NDR

TV-Kritiken zur Sendung: stern.de * Frankfurter Allgemeine Zeitung ˜˜* Berliner Morgenpost

Warum die WIEDERvermietungsmieten so entscheidet sind

Wie_ist_das-eigentlich_mit..…Neuvermietung, Neuvertragsmieten, Wiedervermietungsmieten, hää?

Genaugenommen geht es nicht um Neuvermietung oder Neuvertragsmieten, sondern um Wiedervermietungsmieten. Was hat es mit dem Wortungetümen auf sich, wo liegt der Unterschied?

Es geht um die Wohnungen die wieder vermietet werden. Also um die, die schon da sind und in der Vergangenheit bereits vermietet wurden. Entscheidend ist das WIEDER! Neue Mietverträge für diese  Wohnungen, die es schon (lange) gibt, stehen unter keiner Regulierung. War die Miete vorher 5,- € kalt/m² kann dies durch den neuen Vertrag bzw. Mieter jeder beliebige andere Betrag sein (solange jemand da ist, der das zahlt). Es gibt also keine Obergrenze oder einen Bereich in welchem die Miete liegen muss.

Zwar gibt es den § 5 Wirtschaftsstrafrecht & § 291 Strafgesetzbuch, aber die Wirkung ist in der Praxis eher übersichtlich.

Diese neuen Mieten haben aber nicht nur für die, die den “neuen” Vertrag schießen Auswirkungen, sondern für alle. Der Mietspiegel berechnet sich nämlich genau aus diesen Mieten. Und wenn die hohen neuen, also Wiedervermietungsmieten, den Mietspiegel in die Höhe treiben, dann wird daraus die Mieterhöhung für die anderen. So sind es genau diese Mieten, die den Hauptfaktor der Mietsteigerungen ausmachen. wei­ter­le­sen →

Mieter in Not – Wenn Wohnen zum Luxus wird

NDR | DIE REPORTAGE

Mietwucher und Luxussanierungen: Die Gründe für die Wohnungsmisere sind vielfältig. Besonders in den Großstädten können sich viele Menschen keine Wohnung mehr leisten. Und es trifft nicht mehr nur Arme, Rentner und Studenten. Die Wohnungsnot ist in der Mittelschicht angekommen. NDR Autor Michael Nieberg begleitet mehrere Menschen in Hannover, die ihre Wohnungen wegen einer Modernisierung verlassen müssen und nun verzweifelt auf der Suche nach einer neuen, bezahlbaren Bleibe sind.

Weitere Informationen und Hintergründe im Dossier von NDR.de

Sozialer Wohnungsbau – Gegen den Mietwucher


Quelle: DRadio Wissen