Tag Archives: ortsübliche Vergleichsmiete

Faktencheck Mietpreisbremse

Der Berliner Mieterverein: Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vom 27. November 2013 haben sich die Regierungsparteien des Deutschen Bundestages darauf verständigt, das Mietrecht zu reformieren. Dies soll unter anderem durch die sogenannte Mietpreisbremse erreicht werden. Im Kern sieht die Mietpreisbremse vor, dass bei Neu- beziehungsweise Wiedervermietung der erzielbare Mietpreis nicht mehr als 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf. Bisher ist der Mietpreis bei Neu- beziehungsweise Wiedervermietung frei vereinbar.

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Die Mietpreisbremse – nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung vom 1.10.2014

Mietpreisbremse in 3 Minuten einfach erklärt

Und zum nachlesen:Die Mietpreisbremse. Deutsche Großstädte platzen aus allen Nähten. Wer Teil des bunten Trubels werden möchte und keinen Goldesel besitzt, braucht jedoch Nerven aus Drahtseilen: Eine bezahlbare Mietwohnung zu finden, gleicht in manchen Städten der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Und die Mieten steigen immer weiter: In den 100 größten Städten zahlten Mieter im Jahr 2012 im Schnitt elf Prozent mehr pro Quadratmeter als im Jahr 2005. Dazu kommen die Kosten für den Makler. Personen mit geringem oder normalem Einkommen können sich die Stadt oft nicht mehr leisten. wei­ter­le­sen →

Mietpreisbremse à la GroKo? Danke, aber nein danke!

Bundestag Blick in den PlenarsaalDer Gesetzentwurf zur Mietpreisbremse liegt vor, doch nach genauerem Hinsehen stellt sich schnell heraus, zu früh gefreut. Die beabsichtigte Wirkung kann (zumindest mit dem vorliegenden Referentenentwurf) nicht erfüllt werden.

Was soll sich ändern oder besser gesagt was ändert sich tatsächlich?

Die Landesregierungen legen Gebiete fest, in denen die ortsübliche Vergleichsmiete (z. B. der Mietspiegel) höchstens um 10 Prozent überschritten werden darf. Dies gilt für max. 5 Jahre. Das bedeutet aber auch, dass ein solches Gebiet erstmal definiert werden muss. Das hinzubekommen ist leichter gesagt als getan, und wird viele Landesregierungen mit dem Verweis auf „Rechtssicherheit“ davon abhalten Gebiete überhaupt zu benennen. (Und so wie ich den Berliner Senat kenne dauert allein das über 5 Jahre) wei­ter­le­sen →

Starke Mietsteigerungen vor allem in guten Wohnlagen

hintergrundpapier_mieten_2Die “innerstädtische (Miet-)Unterschiede nehmen zu” meldet das BBSR. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Die Neu- und Wiedervermietungsmieten sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Vor allem in den wachsenden Großstädten wird der Abstand zu den ortsüblichen Vergleichsmieten größer, wie eine Analyse des BBSR zeigt.

Die komplette Analyse hier:

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Angebotsmieten übertreffen Berliner Mietspiegel um 100%

bild_mietenDie Kluft wird immer größer, die Angebotsmieten (Mieten zu denen aktuell Wohnungen angeboten werden) galoppieren den ortsüblichen Vergleichsmieten (Mietspiegel) davon.

Das geht aus einer Studie des BBSR hervor. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung untersuchte wie stark die Angebotsmieten von den ortsüblichen Vergleichsmieten abweichen.

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Wie tickt Deutschland: Wohnungsmarkt

phoenix-Wie-tickt-Deutschland41.298.747 Wohnungen gibt es in Deutschland, vermietet davon sind mehr als die Hälfte 52 Prozent. Wohnen ist für viele nicht oder kaum noch bezahlbar. „Wohnen macht arm“, nach der Miete bleibt vielen weniger als Hartz IV, dies bestätigt auch eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Insbesondere die Großstädte sind betroffen, so verzeichnete seit 2007 bspw. Berlin eine Steigerungsrate von 27,6 Prozent, Hamburg 23,3 Prozent, Frankfurt am Main 17,1 Prozent oder Köln 10,2 Prozent.

Nach einer repräsentativen Umfrage des Fernsehsenders Phönix sind die steigenden Mieten das wichtigste Wahlkampfthema der Bundestagswahl. 38% der Teilnehmer nannten die steigenden Mietsätze und die Wohnungsnot als Topthema, das ihnen unter den Nägeln brennt. Mehr dazu und Hintergründe zur PHOENIX Reihe „Wie tickt Deutschland?“

Ein Kommentar und viele Fragen an den EXPO REAL EXPERT

logo_exporealZu dem Beitrag auf dem EXPO REAL Blog:
Immobilienrecht: Kampf gegen den Mietanstieg mit populistischem Instrument von EXPO REAL EXPERT: Prof. Dr. Dieter Rebitzer

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Rebitzer,

zunächst einmal vielen Dank für Ihren kritischen Beitrag. Gerne möchte ich genauso kritisch darauf eingehen. Wobei sich mir im gesamten Kontext die Frage stellt, ob Ihnen eigentlich die Vorschläge zur Ausgestaltung der sog. “Mietpreisbremse” überhaupt bekannt sind?

Alle im Raume stehenden Vorschläge beschäftigen sich mit den Wiedervermietungsmieten. Also Bestandswohnungen die bereits im Markt sind und in der Vergangenheit vermietet wurden. Es geht also explizit nicht um Neubau, bzw. Mieten von noch zu errichtenden Wohngebäuden. (Diese finden sich im Übrigen auch nicht im Mietspiegel wieder, können also nur schwer an ihn gekoppelt werden). Eine ausführlichere Erläuterung finden Sie hier: http://mietenblog.de/?p=4388

Da Sie der Meinung sind, dass die Mietpreisbremse eher schädlich als hilfreich ist, bitte ich Sie auf folgende Fragen einzugehen: wei­ter­le­sen →

Eure Stimme für eine soziale und klimagerechte Wohnungspolitik – Projekt 33! Bitte unterstützen und weiterleiten

Andreas_und_KatrinAufruf für Schlüsselprojekt 33
Gerechtigkeit:
Deine Stimme für die Wohnungspolitik sozial und klimagerecht

Ob Berlin, Hamburg, Bremen, Dresden, Leipzig, München, Frankfurt/Main, Münster, Hannover oder Köln. In vielen Städten ist Wohnen das TOP-Thema. Und das muss auch bei der Bundestagswahl so sein. Deshalb unterstützt diesen Aufruf und stimmt für Projekt 33.

Wohnen ist Menschenrecht. Wir wollen, dass alle Menschen ihren Platz zum Wohnen finden und  in ihrem gewünschten Umfeld auch bleiben können. Und zwar egal ob arm oder wohlhabend, ob jung oder alt und egal welcher Herkunft. In Gebäuden, die das Klima nicht belasten, barrierefrei sind und wo die Mieten nicht durch die Decke gehen. Die schwarz-gelbe Koalition hat jüngst mit einer Scheinreform das Mietrecht verschlechtert und damit die soziale Spaltung in den Städten verschärft. Bündnis 90/Die Grünen wollen nach der Wahl eine andere Wohnungspolitik: Ein gerechtes Mietrecht, die Stärkung der Kommunen mit ordnungsrechtlichen und förderpolitischen Instrumenten, einen Klimaschutz im Gebäudebereich, der effektiv und fair ausgestaltet ist und ausreichend finanzielle Unterstützung für solche Haushalte, die ihre Wohnung nicht mehr selbst bezahlen können.

Schlüsselprojektbeschreibung:
Bezahlbares Wohnen ermöglichensoziales Mietrecht, gemeinwohlorientierten Wohnungsbau und energetische Modernisierung zusammen denken.

“In unseren Städten werden rasant steigende Mieten zu einem immer größeren Problem. Dagegen wollen wir vorgehen und die Verdrängung von Menschen aus ihren Vierteln stoppen. Wir werden die regelmäßige Erhöhung der ortsüblichen Vergleichsmiete stärker begrenzen. Bei Wohnraummangel wollen wir Obergrenzen für Wiedervermietungsmieten ermöglichen. Die Länder unterstützen wir besser beim sozialen Wohnungsbau. Mieterhöhungen durch Modernisierungen senken wir auf maximal 9% und beschränken sie auf den Abbau von Barrieren sowie die energetische Modernisierung. Mit gezielter Förderung und einem Klimazuschuss zum Wohngeld senken wir die Kosten für die energetischen Modernisierungen ab. So schaffen wir Wohnqualität und bezahlbare Wohnungen, die fit sind für die Energiewende.”

UnterstützerInnen des Aufrufs:
Andreas Otto, Katrin Schmidberger, Michael Schäfer, Susanne Wendland, Barbara Moritz, Daniela Wagner, Hans-Christian Ströbele, Daniela Schneckenburger, Jens-Holger Kirchner, Thomas Löser, Franz Schulz, Daniel Wesener, Antje Kapek, Ramona Pop, Bertil Wewer, Hans Panhoff, Aferdita Suka, Volkmar Nickol, Martin Reemts, Florian Schmidt, Uschka Tierfelder, Turgut Altug, Alexander Kaas Elias, Johannes Wätzmann, Julia Gerometta, Johannes Wätzmann, Katharina Lindschulte, Katharina Buri, Sabine Drews, Renate Straetling, Marianne Tritz, Andreas Krüger, Franziska Eichstädt-Bohlig, André Schulze, Lilli Sund, Kati Bachnik, Cecilie Heyder, Jan Kuhnert, Cornelia Kirsch, Iris Beer, Olaf Duge, Jochen Partsch, Heiner von Marschall und Annette Weinreich

Am WOHNEN kommst Du nicht vorbei

Schlüsselprojekt31 Bezahlbares WohnenGrünes Schlüsselprojekt: „Bezahlbares Wohnen ermöglichen – soziales Mietrecht, gemeinwohlorientierten Wohnungsbau und energetische Modernisierung zusammendenken

In unseren Städten werden rasant steigende Mieten zu einem immer größeren Problem. Dagegen wollen wir vorgehen und die Verdrängung von Menschen aus ihren Vierteln stoppen. Wir werden die regelmäßige Erhöhung der ortsüblichen Vergleichsmiete stärker begrenzen. Bei Wohnraummangel wollen wir Obergrenzen für Wiedervermietungsmieten ermöglichen. Die Länder unterstützen wir besser beim sozialen Wohnungsbau. Mieterhöhungen durch Modernisierungen senken wir auf maximal 9% und beschränken sie auf den Abbau von Barrieren sowie die energetische Modernisierung. Mit gezielter Förderung und einem Klimazuschuss zum Wohngeld senken wir die Kosten für die energetischen Modernisierungen ab. So schaffen wir Wohnqualität und bezahlbare Wohnungen, die fit sind für die Energiewende.“

 

Grüner Mitgliederentscheid: Hier bist du entscheidendAm 8. und 9. Juni entscheiden alle Mitglieder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in einem Mitgliederentscheid, welche Projekte in einer Regierungsbeteiligung als Erstes angegangen werden. Die Projekte sind nach den drei Wahlkampfschwerpunkte: Energiewende & Ökologie, Gerechtigkeit und Moderne Gesellschaft gegliedert. „Mieten“ findet sich unter dem Top Gerechtigkeit.

Alle 58 Schlüsselprojekte können auf www.gruener-mitgliederentscheid.de online debattiert und mit Argumenten unterstützt werden. Für die einzelnen Argumente können außerdem Stimmen abgegeben werden. Die Personen mit den besten Argumenten haben auf dem zentralen Event am 8. Juni in Berlin auf der Bühne nochmals die Chance für ihr Projekt zu werben. Am Ende werden 9 aus den 58 Schlüsselprojekten im Mitgliederentscheid ausgewählt.

Unterstütze unser Schlüsselprojekt mit Deinen Beiträgen, Kommentaren und mit Deiner Stimme!