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27.2. „Ein dritter Weg für Tempelhof: Was ist eine sinnvolle Gestaltung für das Feld?“

THF.04Einladung zum Fachgespräch

„Ein dritter Weg für Tempelhof: Was ist eine sinnvolle Gestaltung für das Feld?“

am Donnerstag, 27.2., Beginn 17:30 Uhr

im Abgeordnetenhaus von Berlin (Raum 311), Niederkirchner Str. 5, 10111 Berlin

Um besser planen zu können, wird um Anmeldung gebeten.

Jetzt ist es amtlich: Mit dem erfolgreichen Volksbegehren ist der Weg für einen Dialog über die Zukunft des Tempelhofer Feldes wieder frei.

Beide Seiten – der Berliner Senat, aber auch die Initiative “100% Tempelhofer Feld” – sollten jetzt von ihren Extrempositionen abweichen. Denn das Tempelhofer Feld bietet einmalige Potentiale für einen Zentralpark Berlins, aber auch für einen neuen Städtebau. Dort können mit einer moderaten Bebauung an den Flanken des Feldes Quartiere entstehen, die zugleich lebendig und vorbildhaft für die Herausforderungen der Zukunft sind. Ein dritter Weg – zwischen dem vollkommenen Verzicht auf eine Veränderung und dem der geplanten Einheitsbebauung des Senats – könnte die breite Akzeptanz in der Stadtgesellschaft finden, die die Nachnutzung des Tempelhofer Felds braucht. Denn dieser einmalige Ort verdient eine einmalige und modellhafte Entwicklung. wei­ter­le­sen →

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Ein dritter Weg fürs Tempelhofer Feld

Zum erfolgreichen Volksbegehren „100% Tempelhofer Feld“ erklären die beiden Berliner Grünen-Vorsitzenden Bettina Jarasch und Daniel Wesener:

„Das Ergebnis der Unterschriftensammlung zeigt, dass viele Berliner die überdimensionierten THF.04Bebauungspläne des Senats ablehnen. Auch der Vorwurf der Unterschriftsfälschung ist wie ein Kartenhaus in sich zusammengebrochen. Der Senat sollte sich davor hüten, beim Abstimmungsdatum ein weiteres Mal zu tricksen: Wenn er den Termin nicht auf die Europawahl legt, haben SPD und CDU den letzten Rest an Glaubwürdigkeit bei der direkten Demokratie verspielt.

Der Erfolg des Volksbegehrens ist eine Chance, dass beide Seiten von ihren Maximalpositionen abrücken. Zwischen den überdimensionierten Bauplänen von Senator Müller und der Nulllösung der Initiative gibt es einen dritten Weg. Es ist möglich, mehr als zwei Drittel des Feldes als Freifläche zu sichern und trotzdem bezahlbaren Wohnraum für einkommensschwache Mieter zu schaffen. Eine solche Lösung werden wir in den nächsten Wochen vorlegen. Dafür braucht es jetzt ein Planungsmoratorium und den Konsens, die Berliner an der Gestaltung des Areals zu beteiligen. Deshalb sagen wir zweimal Nein: Nein zur Null-Lösung der Initiative – Nein zu Müllers Masterplänen.“

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Rot-Schwarzer Senat hat nie Alternativen für die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) geplant

Antje Kapek, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und stadtentwicklungspolitische Sprecherin, sowie Katrin Schmidberger, Sprecherin für Mieten und soziale Stadt sagen zur fehlenden Kostenuntersuchung der ZLB:

Für die seit Jahren umstrittene ZLB gibt es keine Kostenuntersuchungen zu Alternativen. Senator Müller musste auf Nachfrage der Grünen Fraktion im Abgeordnetenhaus im Rahmen der Haushaltsberatungen im Bauausschuss eingestehen, dass keine Alternativen geprüft wurden.

Es hat also nie eine echte Standortuntersuchung bereits bestehender Gebäude – wie etwa der Amerika-Gedenkbibliothek oder dem Flughafengebäude in Tempelhof – als Alternativstandorte gegenüber einem Neubau gegeben. Man habe sich schlicht politisch für einen Neubau entschieden und sei damit vor allem dem Wunsch der Bibliotheksleiterin und der Senatskanzlei nachgekommen, hieß es im Ausschuss. Eine echte bauliche Einschätzung inklusive einer Kalkulation der Kosten gab es nicht.

Das Eingeständnis des Senats macht deutlich, dass dem Parlament und der Öffentlichkeit bewusst falsche Tatsachen vorgespielt wurden. Dabei gibt es kaum eine Präsentation der Pläne zum Neubau der Zentral- und Landesbibliothek auf dem Tempelhofer Feld ohne die Behauptung, alle anderen Standorte wären viel teurer oder mindestens genauso teuer wie ein Neubau-Projekt – immer allerdings ohne Zahlen zu nennen. Zudem hatte der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses bereits 2009 genaue Zahlen zur Untersuchung von Alternativen zu einem Neubau eingefordert.

Ein derart unverantwortlicher Umgang mit 270 Millionen Euro im Berliner Haushalt ist ein Skandal. Durch das Neubau-Projekt wird es dem Land Berlin in den nächsten Jahren quasi nicht möglich sein, kleinere Projekte zu unterstützen.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert den Senat daher auf, sein Versäumnis umgehend nachzuholen und alle Planungen für den Neubau der ZLB auf Eis zu legen, bis Zahlen belegen, dass dies wirklich der günstigste Standort für Berlin ist. Aus unserer Sicht gilt es dabei besonders eine ernsthafte Untersuchung einer Erweiterung des Standorts Amerika-Gedenkbibliothek oder einen Umbau des Flughafengebäudes zu einem Kulturhafen mit ZLB und Museen zu prüfen.

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AG Planen/ Bauen/ Wohnen/ Stadtentwicklung

am Freitag, den 30. März 2012, um 18:00 bis 20:00 Uhr

Ort: Berliner Abgeordnetenhaus, Niederkirchnerstraße 5, 10111 Berlin, Raum 320 (Der Raum wird auch an der Info-Tafel im Foyer angezeigt). Für den Einlass ins Abgeordnetenhaus ist ein Personalausweis o.ä. nötig!

Thema: Wie weiter mit dem Tempelhofer Feld?, Aktuelles aus dem Abgeordnetenhaus, Verschiedenes

Johannes Wätzmann, Sprecher, Antje Kapek (MdA), Stadtentwicklungspolitische Sprecherin und Stellvertretende Fraktionsvorsitzende